Internetwährung | Österreichs Notenbanker warnt vor Bitcoins

Österreichs Notenbankchef fordert strenge Regeln für Bitcoin

"Weltweit wird mit Bitcoin munter Geld gewaschen": Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt. (Archivbild)
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"Weltweit wird mit Bitcoin munter Geld gewaschen": Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt. (Archivbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Österreichs Notenbankchef fordert eine Regulierung und eine Mehrwertsteuer auf die Kryptowährung Bitcoin. In einem Zeitungsinterview erklärte er, es bestehe diesbezüglich Handlungsbedarf unter anderem wegen Geldwäscherei.

"Es kann doch nicht sein, dass wir gerade beschlossen haben, den 500-Euro-Schein nicht mehr zu drucken, um Geldwäsche zu bekämpfen und jedem noch so kleinen Sparverein strenge Regeln aufbrummen, um dann zuzusehen, wie weltweit munter mit Bitcoin Geld gewaschen wird", sagte Ewald Nowotny, der auch im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Geldpolitik der Notenbank mitentscheidet, der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch.

Man müsse durchsetzen, was bei anderen Finanzgeschäften auch die Grundregel sei: "Alle Beteiligten an einem Geschäft müssen ihre Identität offenlegen. Damit würde Bitcoin zusammenbrechen", sagte Nowotny. "Wir brauchen eine Mehrwertsteuer auf Bitcoin, weil es keine Währung ist."

Am Dienstag kostete eine Einheit der Kryptowährung auf dem Handelsplatz Bitstamp zuletzt 14'102 US-Dollar. Das war etwas mehr als am Vortag. Bis Mitte Dezember 2017 war der Bitcoin-Kurs von 1000 Dollar zu Jahresbeginn auf einen Rekordstand von fast 20'000 Dollar gestiegen.

Ein Grund war die Einführung von Terminkontrakten durch zwei grosse US-Börsen und damit der Vorstoss ins klassische Finanzsystem. Danach rutschte der Kurs jedoch in Richtung 11'000 Dollar ab.

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