Alpinismus | Zermatts Bergrettungschef Anjan Truffer mahnt zur Vorsicht im Hochgebirge

«Extrem viele Rettungseinsätze wegen Steinschlag»

Ein Heli der Air Zermatt bei einem Rettungseinsatz.
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Ein Heli der Air Zermatt bei einem Rettungseinsatz.
Foto: zvg

Anjan Truffer, Rettungschef bei der Air Zermatt.
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Anjan Truffer, Rettungschef bei der Air Zermatt.
Foto: RZ

Quelle: 1815.ch 27.07.15 0
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Die Schönwetterperiode sorgt für ideale Bedingungen für Bergsteiger. Gleichzeitig aber auch für gefährliche Routen und instabile Gletscherbrücken.

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Seit Wochen freut sich die Schweiz über eine Hochdruckwetterlage. Ideales Wetter auch für die Bergsteiger, die nach dem verregneten Sommer 2014 Gipfelbesteigungen bei viel Sonnenschein in Angriff nehmen können, dabei wegen der Hitze aber auch höheren Gefahren ausgesetzt sind.

«Die Berge sind wie im Hitzesommer 2003 extrem ausgeapert und trocken. Das erhöht die Steinschlaggefahr», sagt Anjan Truffer. Der Zermatter ist Bergführer und Chef der Zermatter Bergrettung. «Wegen der anhaltend hohen Nullgradgrenze auf über 4500 Meter über Meer taut der Permafrost unter dem kompakten Fels auf. Deshalb sind im Hochgebirge derzeit viele Felsabbrüche zu beobachten.» Gleichzeitig seien die Bergschründe viel offener. «Damit erschwere sich der Einstieg in die Aufstiegsrouten oftmals.

Aber auch Gletschertraversierungen erfordern von Berggängern zurzeit höchste Achtsamkeit. «Wegen der Schmelze liegt auf den Gletschern mitten im Sommer so wenig Schnee wie normalerweise im Spätherbst. So sind die Gletscherbrücken sehr dünn und instabil und können beim Überqueren leicht einbrechen. Deshalb sollten vor der Routenauswahl Erkundigungen bei den lokalen Bergführern und Hüttenwarten eingeholt werden», so Truffer.

Seit Montag werde etwa von den Bergführern in Cervinia von einer Besteigung des Matterhorns über den Lionsgrat wegen Steinschlaggefahr abgeraten. Das Gleiche gilt für die Besteigung des Mont Blanc über die Normalroute. «Die Bergführer in Chamonix führen dort wegen Steinschlags keine Gäste mehr am Seil auf den Gipfel. Deshalb ist es derzeit wichtig sich vor einer Bergtour zu erkundigen, ob die Tour überhaupt machbar ist.»

Extrem viele Einsätze der Oberwalliser Bergretter in Zusammenarbeit mit der Air Zermatt standen denn auch in den letzten zwei bis drei Wochen im Zusammenhang mit Steinschlägen und Einbrüchen in Gletscherspalten, weiss Bergretter Anjan Truffer. «Etliche Bergsteiger sind bei Steinschlägen verletzt worden und mussten evakuiert werden. Gleichzeit mussten Berggänger aus Gletscherspalten gerettet werden, unter denen Gletscherbrücken einbrachen.»

zen
27. Juli 2015, 20:08
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