Charrat / Saxon

Biber im Wallis werden nicht reguliert

Der Biber soll im Wallis geschützt bleiben. (Archiv)
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Der Biber soll im Wallis geschützt bleiben. (Archiv)
Foto: Keystone

Der aktuelle Biberbestand im Kanton Wallis wird auf 80 bis 100 Tiere geschätzt.
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Der aktuelle Biberbestand im Kanton Wallis wird auf 80 bis 100 Tiere geschätzt.
Foto: Wikipedia

Quelle: 1815.ch 0

Das BAFU lehnt den Antrag des Kantons Wallis zur Regulation des Biberbestands im Canal du Syndicat zwischen Charrat und Saxon ab.

Es ging um die Frage, ob eine Gefahr der Schwächung und Destabilisierung der Uferböschung der SBB-Bahnlinie durch die Grabaktivitäten der Biber besteht. Die SBB schliessen eine unmittelbare Gefährdung der Bahninfrastruktur aus.

Der aktuelle Biberbestand im Kanton Wallis wird auf 80 bis 100 Tiere geschätzt, schreibt das BAFU in einer Mitteilung vom Freitag. Nach eidgenössischem Jagdrecht ist der Biber eine geschützte Wildtierart. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere des Kantons Wallis will den im Canal du Syndicat zwischen Charrat und Saxon ansässigen Biberbestand regulieren, weil die Grabaktivitäten der Biber die Uferböschung der Bahnlinie in diesem Streckenabschnitt schwächen und destabilisieren und somit die Bahninfrastruktur gefährden könnten. Der Kanton Wallis hat deshalb beim BAFU den Abschuss von jährlich ein bis zwei Bibern in diesem Kanalabschnitt beantragt.

Das BAFU hat am 15. Mai 2013 den Antrag zur Regulation des Biberbestandes im Canal du Syndicat abgelehnt. Bei einer Ortsbegehung mit Vertretern des BAFU, des Kantons Wallis und der SBB am 12. April 2013 wurde keine Destabilisierung des Bahntrasses oder der Fahrleitungsmasten festgestellt. Die SBB schliessen deshalb derzeit eine Gefährdung der Bahninfrastruktur aus.

Präventionsmassnahmen umsetzen

Als Präventionsmassnahme erachtet das BAFU in Absprache mit der SBB insbesondere die Bioarmierung der Uferböschung als wirksam, d.h. die Förderung einer naturnahen Bepflanzung der bahnseitigen Uferböschung. Durch diese Massnahme kann das Ufer stabilisiert und die Gefahr einer Unterspülung der Bahninfrastruktur verringert werden.

Verhütung zukünftiger Gefährdungssituationen

Die SBB wird in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Biberfachstelle und dem BAFU ein wissenschaftlich begleitetes Biber-Präventionsprogramm für das gesamte Streckennetz der SBB erstellen. Damit können allfällige Konfliktzonen von Bibern und Infrastrukturen der SBB erkannt und frühzeitig Massnahmen zur Verhütung von Gefährdungssituationen ergriffen werden.

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