Region | Schwierige Suche nach Trainingshallen für Fussballclubs

Fussballern stehen oft zu wenig Turnhallen zur Verfügung

Knackpunkt Hallentraining: Fussballvereine müssen für ihr Wintertraining oft in Turnhallen anderer Gemeinden ausweichen und dabei oft spätabends trainieren.
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Knackpunkt Hallentraining: Fussballvereine müssen für ihr Wintertraining oft in Turnhallen anderer Gemeinden ausweichen und dabei oft spätabends trainieren.
Foto: zvg

Quelle: RZ 0

Die Organisation des Wintertrainings stellt die Fussballvereine nicht selten vor grosse Herausforderungen. Viele müssen dafür sogar in Turnhallen anderer Gemeinden ausweichen.

Damit die Fussballspieler im Oberwallis auch zu Beginn der Rückrunde im Frühling in Form sind, ist eine gute Vorbereitung im Winter unabdingbar. Dafür aber müssen die Vereine aufgrund der kalten Jahreszeit und damit verbunden den gesperrten Fussballplätzen zwangsläufig in die Halle ausweichen. Das stellt die einzelnen Clubs nicht selten vor grosse Herausforderungen, weil die regionalen Turnhallen das ganze Jahr über durch Schulbetrieb und zahlreiche andere Aktivitäten schon immer gut ausgelastet sind. Die Fussballer brauchen die Hallen aber «nur» während einer kurzen Zeit im Winter, was wiederum den Druck auf die Besetzungen derselben zumindest während dieser Zeit zusätzlich erhöht.

Randzeiten als zusätzlicher Knackpunkt

Mit diesem Umstand zu kämpfen hat beispielsweise der FC Brig-Glis. Der Verein trainiert in der Regel bis Mitte November auf den Aussenplätzen. Für die Zeit danach und bis zur Wiedereröffnung der Aussenplätze Mitte März muss er sich für seine 21 Mannschaften nach alternativen Trainingsmöglichkeiten umschauen. «Das ist jeweils ein grosser logistischer Aufwand», sagt Vereinspräsident Rinaldo Arnold. So trainieren die Briger mittlerweile in zehn Hallen, welche ihnen aber nicht selten erst nach der Schule und zu Randzeiten wie am späten Abend zur Verfügung stehen. «Um aneinander vorbeizukommen und allen gerecht zu werden, gilt es zu koordinieren», so Arnold. Das Problem: Gerade Nachwuchsmannschaften sollten nicht unbedingt spätabends «ran», was wiederum die Einteilung der einzelnen Teams erschwert. Hingegen steht dem Verein aber ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, welcher gerade im Frühjahr eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit bietet und somit den «Druck» auf die Hallen etwas mindert.

Kunstrasenplatz schafft Abhilfe

Mit den selben Schwierigkeiten zu kämpfen hat der FC Termen/Ried-Brig. Die Brigerberger mit ihren 17 Mannschaften trainieren im Winter in den drei gemeindeeigenen Hallen in Termen und Ried-Brig sowie zusätzlich in zwei Hallen in Brig. (OS und Kollegium). «Das bedingt jedes Jahr immer wieder grosses Verständnis der Gemeinden und der anderen Vereine», sagt Vereins­präsident Herbert Luggen. Diesen Winter habe man für jede Mannschaft eine Möglichkeit für das Hallentraining gefunden, jedoch sei man «am Anschlag», wie er sagt. «Sollte es künftig ein zusätzliches Team geben, dann haben wir ein Problem.» Dazu gesellt sich eine weitere Hürde: Die zur Verfügung stehenden Zeiten in den Hallen stimmen oft nicht mit den gewohnten Trainingszeiten auf den Aussenplätzen während der laufenden Spielzeit überein. Deshalb sind dann viele Trainer aus beruflichen Gründen oft verhindert oder aber müssen sich entsprechend umorganisieren. «Die Einteilung ist jedes Jahr eine richtige Herausforderung», so Luggen. Um den ganzjährigen Trainingsbetrieb in Zukunft etwas flexibler zu gestalten, planen die Brigerberger in Termen den Bau eines Kunstrasenplatzes. Auch deshalb, weil einer ihrer beiden Aussenplätze erst ab Mitte April bespielbar ist.

Natischer Sorgen und Visper Glück

Auch in Naters sieht sich der FC mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Die insgesamt 18 Mannschaften trainieren in sechs Hallen, wovon auf zwei in Brig ausgewichen wird. «Die Organisa­tion und Einteilung gestalten sich jeweils als sehr schwierig», sagt der Präsident des FC Naters, Norbert Rittiner. Auch weil ihnen oftmals auch nur Randzeiten zur Verfügung stehen. «Nicht selten trainieren einige Teams erst nach 20.00 Uhr», sagt Rittiner. Das komme für Nachwuchsmannschaften mit schulpflichtigen Spielern schlicht nicht infrage. Auch dort werden die Aussenplätze nicht vor Mitte März freigegeben, hingegen steht ein Kunstrasenplatz zur Verfügung. Etwas anders präsentiert sich die Ausgangslage in Visp. Dort hat man «grossmehrheitlich Glück», sagt Vereinspräsident Frederik Kreuzer. Die Mehrzweckhalle «im Sand» steht im Winter mit Ausnahmen dem Verein mit 15 Teams praktisch zur freien Verfügung. «Ein Glück», sagt er. Ansonsten wäre es um die Trainingskapazitäten schlecht bestellt. Denn: «Die Visper Turnhallen sind durch andere Sportarten voll besetzt und diese haben klar Vorrang.» Ein Kunstrasenplatz würde die Situation entschärfen und dem FC neue Möglichkeiten einräumen, so Kreuzer. Einen solchen gibt es in Visp bis jetzt nicht. Gar keine Probleme hingegen kennt man in St. Niklaus. Der Verein mit seinen 13 Mannschaften kann laut Präsident Muri Schnydrig im Winter problemlos auf die vier Hallen in Grächen, Gasenried, St. Niklaus und Herbriggen zurückgreifen. Auch in Raron bringt der FC seine zehn Teams in den Hallen Raron und Niedergesteln unter.

Peter Abgottspon

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