Tierquälerei | Baltschieder

Tote Kaninchen in Baltschieder

Eines der in Baltschieder aufgefundenen toten Kaninchen.
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Eines der in Baltschieder aufgefundenen toten Kaninchen.
Foto: zvg

Quelle: RZ 1

Ein Spaziergänger fand verwahrloste Kaninchen. Die Kaninchenhilfe Schweiz setzt nun ein Kopfgeld aus.

Insgesamt sieben Kaninchen wurden vergangenen Freitag und Samstag tot oder in einem abgemagerten Zustand in der Nähe der Kiesgrube eingangs Baltschieder aufgefunden. Von den sieben Kaninchen waren drei noch am Leben. In der Zwischenzeit verendeten aber auch diese, wie Jane Walter, Vizepräsidentin der Kaninchenhilfe Schweiz, erzählt: «Leider kam jede Hilfe zu spät. Die Kaninchen befanden sich in einem sehr schlechten Zustand und ihre Mägen waren aufgegast, was auf eine getreidehaltige Fütterung hinweist. Ich vermute aber, dass noch mehr Kaninchen in Zukunft gefunden werden.» Bei den noch lebend vorgefundenen Kaninchen handelte es sich um einen Rammler und zwei Jungtiere. Walter vermutet, dass der Besitzer mit den Tieren wohl überfordert war und sich nicht mehr zu helfen wusste. Ein Tier auszusetzen, sei nie eine Lösung, sagt Walter: «Man kann sich heute beispielsweise im Internet über mögliche Ausweichstellen informieren.» Bei den ausgesetzten Kaninchen handelt es sich gemäss der Tierschützerin um domestizierte Tiere. Diese können sich in freier Natur nicht helfen. Ein weiteres Problem sei, dass viele das Gefühl haben, ein Anruf bei einem Tierheim genüge. «Man ist nicht aus der Verpflichtung genommen, wenn man ein Tierheim anruft. Es werden natürlich Abgabegebühren verlangt. Das ist aber vielen Leuten gar nicht bewusst», sagt Walter.

Kopfgeld ausgesetzt

Die Tierschützerin will nun in die Offensive gehen: «Neben der obligatorischen Fundtiermeldung und der Anzeige bei der Polizei haben wir auch ein Kopfgeld auf den Täter ausgesetzt.» Diese Massnahme wird vor allem aus einem Grund ergriffen: Die Kleintierexpertin will ein Zeichen setzen. «Bei einem Kaninchen handelt es sich um ein Heimtier, wie Hund oder Katze. Deshalb verfolgen wir diese Tat auch weiter und wollen mit dem Kopfgeld unsere ernsten Absichten unterstreichen.» Durch Spenden erhofft sich die Tierschützerin das Kopfgeld in die Höhe zu treiben und den Täter zu finden.

Christian Berchtold

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Kommentare

  • Johny - 21

    Wir leben leider in einer dreisten Konsum und Wegwerfgesellschaft... Das ist nicht nur bei Haustieren so, kann ein Lied singen über gewisse Mitmenschen: Etwas kaufen, nach ein paar Tagen und Wochen will man die Ware einfach zurückgeben und den Cash zurückfordern.

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