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Die Politik darf den Tourismus nicht aufgeben!

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Endlich wieder einmal richtig viel Schnee! Das wird sich so manch einer gedacht haben ob der intensiven Niederschläge im Januar. Wie in vielen Dingen im Leben hat aber auch diese Medaille eine Kehrseite. Der viele Schnee hielt die Seitentäler auf Trab, und diese waren teils für längere Zeit abgeschnitten. Die intensiven Niederschläge können nun im Nachgang gut und gerne als ausserordentlich oder aber als Ausnahme abgetan werden. Vor dem Hintergrund des «Lawinenwinters 1999» vor erst 19 Jahren und angesichts des Klimawandels scheint diese Denkweise aber doch eher verzerrt. Denn niederschlagsreiche Perioden wird es künftig wahrscheinlich vermehrt geben. Das bedeutet für das touristische Oberwallis (und einen Teil seiner Wirtschaft) vermehrt Lawinengefahr, geschlossene Verkehrswege, abgeschnittene Täler und eingeschlossene Bewohner und Gäste. Auch wenn Letztere den vielen Schnee toll und romantisch finden mögen, so könnte die Stimmung rasch kippen. Dann nämlich, wenn ein abgeschnittenes Dorf aufgrund eines unerwarteten Grossereignisses zwingend auf Hilfe von auswärts angewiesen ist. Wenn es um Leben und Tod geht und kein Flugwetter herrscht. Was sagen dann die Romantiker dazu?
Zugegeben: Absolute Sicherheit wird es nie geben. Aber die Schliessungszeiten müssen mit verschiedenen zusätzlichen Sicherungsmassnahmen zwingend verkürzt werden. Dafür aber muss Geld in die Finger genommen werden, braucht es auf allen Ebenen starke, kluge und weitsichtige Politiker, welche fähig sind, Probleme zu erkennen, mutige Entscheide zu treffen und voll zum Tourismus stehen. Doch dabei sind Zweifel angebracht. Angefangen beim Staatsrat, welcher den Tourismus in seinem zehn Ziele umfassenden «Regierungsprogramm» nicht explizit erwähnt. Dieser lässt sich darin erst nach langem Suchen finden und wird schon fast nichtssagend abgehandelt. Die Politik darf den Tourismus nicht aufgeben!

Peter Abgottspon

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