Entscheidung | Walliser Staatsrat- und Grossratswahlen

Wahlen 2017

Doppelproporz. Der Weg in den Grossen Rat führt in diesem Jahr über ein neues Wahlsystem ins Ziel.
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Doppelproporz. Der Weg in den Grossen Rat führt in diesem Jahr über ein neues Wahlsystem ins Ziel.
Foto: wb

Quelle: 1815.ch

Am 5. März 2017 hatte das Walliser Stimmvolk über die Zusammensetzung des neuen Staatsrates zu entscheiden. Gleichzeitig wurden die Sitze des Grossen Rats neu verteilt. Da keiner der Kandidaten bei der Staatsratswahl das absolute Mehr erreichte, ist es am 19. März zu einer Stichwahl gekommen.

Staatsrat
Grossrat Wahlkreis Brig
Grossrat Wahlkreis Visp

Staatsratswahlen

Gleich dreizehn Kandidaten stellten sich in diesem Jahr für die fünf Regierungssitze zur Wahl. Darunter sind mit Esther Waeber-Kalbermatten (SP), Oskar Freysinger (SVP) und Jacques Melly (CVP) drei bisherige Amtsträger im Rennen. Mit Christophe Darbellay, Stéphane Rossini und Roberto Schmidt schielen zudem mindestens drei politische Schwergewichte auf einen Sitz in der Regierung. Für Aufregung sorgte im Vorfeld vor allem die freie Liste der Walliser SP mit Waeber und Rossini als Kandidaten sowie die bürgerliche Liste mit Oskar Freysinger. Auf dieser ist neben dem «abtrünnigen» CVP-Kandidaten Nicolas Voide auch die Briger SVP-Stadträtin Sigrid Fischer-Willa aufgeführt.

Zweiter Wahlgang: Da keiner der Kandidaten beim ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichte, ist es am 19. März zu einer Stichwahl gekommen. Nebst dem C-Trio Christophe Darbellay, Jacques Melly und Roberto Schmidt, die im 1. Wahlgang mit Abstand die besten Resulate erzielten, stiegen auch das SP-Duo Esther Waeber-Kalbermatten und Stéphane Rossini sowie SVP-Haudegen Oskar Freysinger und FDP-Mann Frédéric Favre nochmals ins Rennen um die fünf Sitze. Als einziger bisheriger Staatsrat schaffte dabei Freysinger seine Wiederwahl nicht. Zu den Resultaten geht es hier.

Grossratswahlen

Ebenfalls am 5. März wurde der Grosse Rat neu bestellt. Insgesamt je 130 Sitze für die Grossratsmandate sowie für ihre Suppleanten waren zu vergeben. Im Gegensatz zu den letzten Wahlen im Jahr 2013 hat das Oberwallis indes vier Sitze verloren und kann heuer noch 34 der Sitze für sich beanspruchen. Diese verteilen sich auf die Bezirke Goms (2), Östlich Raron (1), Brig (11), Visp (11), Westlich Raron (4) und Leuk (5). In diesem Jahr wird das Parlament erstmals durch ein Doppelproporzsystem gewählt - ein Bundesgerichtsentscheid von 2014 hatte den Kanton zu diesem Schritt gezwungen. Dafür wurden im Kanton neu in die sechs Wahlkreise Brig, Visp, Siders, Sitten, Martinach und Monthey gebildet. Die Bezirke sind diesen neuen Wahlkreisen zugeordnet.

Im Oberwallis sind das Goms, Östlich Raron und Brig einerseits sowie Visp, Westlich Raron und Leuk andererseits jeweils in einem Wahlkreis zusammengefasst. Für die Walliser Wähler und die Gemeinden hat sich beim neuen Wahlsystem nichts geändert. Die Stimmbürger wählen nach wie vor die Grossrats- und Suppleantenkandidaten ihres Wohnbezirks. Im Anschluss erfolgt eine Addierung der Resultate der Bezirke im Wahlkreis. Die Sitze werden in einem ersten Schritt auf der Ebene des Wahlkreises unter den politischen Kräften verteilt und anschliessend in den Unterwahlkreisen weiterverteilt. Im jeweiligen Unterwahlkreis liegt das Quorum - also die Anzahl der benötigen Stimmen, die eine Liste zu einem Sitz berechtigt - bei acht Prozent.

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