Brig-Glis | Die Bulgarin Yoanna Marinova studiert an der César Ritz Schule

«Die Menschen hier sind reserviert, aber sehr freundlich»

Yoanna Marinova vor der César Ritz Schule in Brig-Glis.
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Yoanna Marinova vor der César Ritz Schule in Brig-Glis.
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Sie studiert an der Hotelfachschule «César Ritz Colleges Switzerland» und engagiert sich nebenbei im sozialen Bereich. Die Bulgarin Yoanna Marinova (22) über ihr Studium und die Arbeit im Altersheim Englischgruss.

Warna am Schwarzen Meer. Hier, in der drittgrössten Stadt Bulgariens, wächst Yoanna Marinova auf. Nach der obligatorischen Schulzeit ­versucht es Marinova, die Ballettunterricht nimmt, mit der Schauspielerei. «Ich wollte eigentlich Schauspielerin werden», verrät sie ihren Berufswunsch. Weil das aber nicht klappt, entschliesst sie sich nach Rücksprache mit ihren Eltern, ein Studium im Ausland anzutreten. «Nach einigem Hin und Her habe ich mich dafür entschieden, an der César Ritz Schule die Ausbildung in Hospitality Management zu machen», so Marinova.

Sprachtalent

Im Oktober 2016 fliegt Yoanna ­Marinova in die Schweiz. «In Luzern habe ich zwei Jahre lang studiert, bevor ich vor fünf Monaten an die Schule in Brig-Glis gekommen bin», sagt die angehende Hotelmanagerin, die neben Bulgarisch auch fliessend Deutsch und Englisch spricht. «Die deutsche Sprache ist zwar nicht ganz einfach, aber sie gefällt mir sehr gut», verrät Marinova. Mittlerweile versteht sie sogar einige Dialektwörter. Ihr Lieblingswort? «Chuchichäschtli», sagt sie und lacht. Der Kontakt mit vielen Leuten, die Sprachen und das Reisen, all das gefällt ihr besonders. «Im letzten Sommer war ich auf einem Schiff von Frankreich bis nach Südafrika unterwegs. Das war sehr interessant, aber auch streng», erinnert sie sich zurück.

Aushilfe im Altersheim

Neben ihrem Studium engagiert sich Yoanna Marinova auch im sozialen Bereich. Dreimal pro Woche hilft sie im Altersheim Englischgruss bei der Betreuung von älteren und betagten Menschen. «Ich helfe im Service und gehe mit den älteren Leuten spazieren», umschreibt sie ihre Tätigkeit. Dabei kommt ­Marinova aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. «Ich finde es eine wunderbare Aufgabe, mit den Heimbewohnern zu reden und ­ihnen auch mal einen Dienst zu erweisen. Die Leute wissen so viel und haben einiges erlebt. Es ist sehr ­interessant, wenn sie von früher erzählen.» Auch Kirchenbesuche stehen dabei auf dem Programm. «Ich bin zwar orthodox, aber ich besuche auch hier gerne die Messe.»

«Spüre eine gewisse Distanz»

Neben der Betreuung von alten Menschen betreibt Yoanna Marionva auch gerne Sport oder verbringt ihre Freizeit mit Freunden. Hat sie sich gut in der Schweiz integriert? «Ich denke schon. Die Menschen hier sind zwar ein bisschen reserviert, aber wenn man auf sie zugeht, sind sie offen und sehr freundlich», sagt Marinova. Die Zürückhaltung habe auch mit der Reputation der Schule zu tun. «Weil wir sehr adrett gekleidet sind, spüre ich eine gewisse Distanz. Aber bei näherem Kennenlernen legt sich das meistens schnell.» Noch bis im September ist Yoanna Marionva an der César Ritz Schule in Brig. Dann fliegt sie nach Indien und weiter nach China, um ihren Bruder zu besuchen. «Was dann kommt, lasse ich offen. Wahrscheinlich werde ich ein Auslandsjahr in Amerika absolvieren», verrät Marinova ihre Pläne.

Walter Bellwald

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