Mitholz/Region | Mehrere Motionen im Parlament eingereicht

Druck auf Bundesrat wegen Lager «Mitholz» steigt

Gefährlich: Das Munitionslager «Mitholz» muss saniert werden.
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Gefährlich: Das Munitionslager «Mitholz» muss saniert werden.
Foto: VBS

Quelle: RZ 0

Gleich mehrere Vorstösse in Bundesbern fordern den Bundesrat dazu auf, bei der geplanten Sanierung des ehemaligen Munitionslagers «Mitholz» eine sichere Verkehrsverbindung durch das Kandertal zu garantieren.

Nicht weniger als eine neue, zweispurige Strasse fordert SVP-Nationalrat Franz Ruppen vom Bundesrat. Diese, so der Natischer, soll garantieren, dass das Gebiet um das ehemalige Munitionslager «Mitholz» im Falle «eines Spontanereignisses beim ­Munitionslager und während der Räumungsarbeiten der alten Munition» umfahren werden kann. «Ich fordere mit meiner Motion, dass der Bundesrat die Strassenverbindung von Frutigen nach Kandersteg mit der heutigen Kapazität dauerhaft ­sicherstellt», erklärt Ruppen sein Anliegen.

Massive Auswirkungen

Zuvor hatte Ruppen von der Regierung wissen wollen, welche Auswirkungen ein Unfall im ­Munitionslager beziehungsweise die geplanten Sanierungsarbeiten auf die Verkehrsverbindungen ins Wallis haben würden (die RZ berichtete). «Der Bundesrat geht davon aus, dass bei einem Ereignis und bei der Räumung die Verkehrsverbindungen einige Wochen unterbrochen beziehungsweise je nach den getroffenen Schutzmassnahmen während der Arbeiten über eine längere Zeit gesperrt werden», fasst der SVP-Nationalrat die Antwort der Regierung zusammen. «Wenn dabei auch die Strasse zum Zugangsstollen des Lötschbergbasistunnels nicht passierbar ist, wird auch der Lötschbergbasistunnel gesperrt.» Damit wären das Wallis und Kandersteg nur noch von Süden her erreichbar, so Ruppen weiter. «In einem solchen Fall würde nicht nur der Nord-Süd-Transitverkehr erheblich gestört. Gleichzeitig wäre mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten für die Regionen Kandersteg, Lötschental und das ganze Oberwallis zu rechnen.» Diese Szenarien seien unbedingt zu vermeiden, so der Natischer. «Dies ist aber nur möglich, wenn der Bundesrat rasch klare Aufträge zur Erstellung einer doppelspurigen Ersatzstrasse, die der Kapazität der heutigen Strasse entspricht, erteilt», sagt Ruppen. «Zudem dürfte dies auch die vorgesehenen Räumungsarbeiten wesentlich vereinfachen.»

Breite Unterstützung

Mit seinen Forderungen steht Ruppen nicht alleine da. Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti hat ebenfalls eine Motion mit den gleichen Forderungen wie Ruppen eingereicht. Zudem wird sich auch der Ständerat mit dem Anliegen befassen. CVP-Ständerat Beat Rieder hat das Anliegen nämlich auch in der kleinen Kammer platziert.

Martin Meul

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