Grächen | Mit Unterschriftensammlung gegen Drohnenflüge

Grächner kämpfen gegen Drohnen

Im Grächner Quartier «Bina» fühlen sich Bewohner 
zunehmend von Drohnenflügen gestört.
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Im Grächner Quartier «Bina» fühlen sich Bewohner 
zunehmend von Drohnenflügen gestört.
Foto: Walliser Bote

Quelle: RZ 0

Im Dorf gibt es eine Gruppe, welche regelmässig mit ferngesteuerten Drohnen fliegt. Viele Bewohner stört das und sie verlangen von der Gemeinde, dass sie etwas dagegen tut. Doch dieser sind die Hände gebunden.

«Es ist manchmal gar nicht mehr möglich, am Sonntag auf dem Balkon zu sitzen», sagt eine Bewohnerin des Quartiers «Bina», welche anonym bleiben möchte. Sie stört vor allem der Lärm, welcher durch die verschiedenen Flugmanöver entsteht. Schon seit Längerem sei das ein Problem und es sei teils gar nicht mehr zum «Aushalten», sagt sie. Doch es sind noch weitere Bewohner, insbesondere in der besagten «Bina» sowie in «Zen Stadlu», welche sich gestört fühlen. Mehrere davon haben deshalb gemeinsam eine Unterschriftensammlung zuhanden der Gemeinde lanciert. Die Forderung ist klar: Sie verlangen von der Gemeinde, dass sie das Drohnenproblem löst. Doch dieser sind laut Gemeindepräsident Christof Biner die Hände gebunden: Die Gemeinden und Kantone würden keine Regelungen für den Flugbetrieb von Drohnen kennen. «Das ist einzig und alleine die Sache des Bundes», sagt er. Dessen Richtlinien seien klar. Konkret: Falls privatrechtliche Belange verletzt sind, kann der Betroffene Anzeige erstatten, mit welcher die Angelegenheit dann juristisch geprüft würde. Von diesem Schritt wollen die Betroffenen nach derzeitigem Stand der Dinge vorerst aber absehen. «Schlussendlich ist ein Gespräch zwischen betroffenen Anwohnern und Drohnenpiloten wohl die sinnvollste Möglichkeit, das Problem zu lösen», ist Gemeindepräsident Biner der Meinung. Davon überzeugt ist auch einer der betroffenen Piloten, Manuel Keller: «Man sollte, statt eine Unterschriftensammlung zu organisieren, besser mit uns Piloten direkt das Gespräch suchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden, welche für alle stimmt», sagt er.

Peter Abgottspon

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