Brig-Glis | Stabilisierung der Napoleonssperre geplant

Hochwasserschutz an der Saltina soll verbessert werden

Soll mit einem Betonriegel verstärkt werden: die Napoleonssperre.
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Soll mit einem Betonriegel verstärkt werden: die Napoleonssperre.
Foto: RZ

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Die Stadtgemeinde Brig-Glis plant den Hochwasserschutz an der Saltina zu verbessern. Im Fokus steht dabei die Sanierung der Napoleonssperre. Doch auch Fische sollen vom Projekt profitieren.

Die über 100 Jahre alte Sperre bei der Napoleonsbrücke, erbaut wurde sie 1923, weist Defizite und Mängel auf. Dies ergaben entsprechende Untersuchungen und anschliessende Überprüfungen und Berechnungen. Darum soll nun eine Sanierung stattfinden. «Angesichts der Wichtigkeit dieses Bauwerks für den gesamten Hochwasserschutz an der Saltina ist eine Instandsetzung und Erneuerung der Sperre unabdingbar», erklärt Thomas Schneider, Ingenieur Naturgefahren beim Kanton. Die festgestellten Mängel betreffen vor allem die Tragsicherheit der Napoleonssperre. «Daher muss diese in den nächsten Jahren instand gesetzt und erneuert werden», so Schneider. «Dabei soll die bestehende Sperre mittels eines vorgesetzten Betonriegels verstärkt werden. Das Ziel ist es, die für den Hochwasserschutz der Saltina zentrale Sperre zu stabilisieren, um deren Funktionalität und Stabilität gewährleisten zu können.» Hauptaufgabe der Sperre ist es, für eine Verflachung der Saltina oberhalb des Bauwerks zu sorgen und so Geschiebeablagerungen im Gebiet «Grindji» im Hochwasserfall zu begünstigen. Daher soll die Sperre mittels eines vorgesetzten Betonriegels stabilisiert werden.

Fischgängigkeit herstellen

Neben der Sanierung der Napoleonssperre sind auch Arbeiten im unteren Teil der Saltina vorgesehen. «Es sind hochwasserschutztechnische Optimierungen im Gerinne der Saltina im städtischen Bereich sowie die Anpassung der Sohlenpflästerung im Abschnitt bei der Saltinabrücke geplant», erklärt Ingenieur Thomas Schneider. Im Zuge des Projekts sollen aber auch die Fische im Fluss auf ihre Kosten kommen, da die Saltina als Fischgewässer gilt. «Das Bundesgesetz über die Fischerei hält fest, dass keine Anlage in ein Fischgewässer eingebaut werden darf, welche die Fischmigration unterbindet, es sei denn, die Massnahme liesse sich sonst nicht umsetzen», so Schneider. «In einem solchen Fall wäre eine Interessenabwägung des Fischlebensraumes gegenüber der Hochwassersicherheit durchzuführen. Da es aber durchaus technische Möglichkeiten gibt, um den Gesetzesanforderungen nachzukommen, erübrigt sich im Falle der Sanierung der Saltina diese Interessenabwägung. Entsprechend diesen Vorgaben sind also nicht nur neue Wanderhindernisse zu vermeiden, sondern auch bestehende zu sanieren.» Heisst: In Zukunft sollen Fische vom Rotten bis ins «Grindji» gelangen können. Bei der Napoleonssperre wird dies mittels einer seitlich verlaufenden Fischaufstiegshilfe erreicht. Auch bei den übrigen Schwellen in der Saltina sind Massnahmen geplant, damit diese künftig kein Hindernis mehr für die Fische darstellen.

Beginn im kommenden Jahr

Zurzeit befindet sich das entsprechende Bau- und Auflageprojekt in der Erarbeitung. Die Stadtgemeinde Brig-Glis sieht vor, die Massnahmen noch in diesem Jahr öffentlich aufzulegen. Nach erfolgter Auflage und Plangenehmigung kann dann mit dem Bau begonnen werden, was wahrscheinlich im Herbst 2021 der Fall sein wird. Dabei wird von Gesamtkosten in der Grössenordnung von 3,5 bis 4,5 Millionen Franken ausgegangen. Der detaillierte Kostenvoranschlag liegt allerdings noch nicht vor.

Martin Meul

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