Visp | KTV Visp definiert Saisonziele

KTV Visp: Aufstiegsrunde als Saisonziel

Am Ball bleiben mit Kurs auf die Aufstiegsrunde: KTV-Visp-Teamcaptain Sascha Furrer (l.) und Präsident Fredy Karlen.
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Am Ball bleiben mit Kurs auf die Aufstiegsrunde: KTV-Visp-Teamcaptain Sascha Furrer (l.) und Präsident Fredy Karlen.
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Eine turbulente Saison endete für den KTV Visp mit dem bitteren Abstieg in die 2. Liga. Jetzt will man die Kräfte neu sammeln und den sofortigen Wiederaufstieg anvisieren.

Die Handballer des KTV Visp befinden sich in der Vorbereitungsphase auf den Saisonstart Mitte September. Nach dem letztjährigen Abstieg in die 2. Liga gibt sich Präsident Fredy Karlen auf die neue Saison hin kämpferisch: «Unser Ziel muss die Qualifikation für die Aufstiegsrunde sein.» Bewusst vermeidet der KTV-Visp-Präsident das Wort «Aufstieg», denn letztlich entscheiden am Schluss zwei Spiele im Cupmodus. Jeweils der Gruppensieger der insgesamt sechs 2.-Liga-Gruppen spielt gegen den Zweitplatzierten einer anderen. «Da entscheiden die Tagesform und das Quäntchen Glück», ist Karlen überzeugt. Nach dem letzten Abstieg aus der 1. Liga 1998 gelang dem KTV Visp 2008 der Wiederaufstieg: «Es bleibt zu hoffen, dass wir dieses Mal nicht wieder zehn Jahre warten müssen», sagt Karlen, «vielleicht gibt es ja schon in diesem Jahr ein Happy End.»

Topskorer weg – neuer Torhüter

Das Kader für die neue Saison hat einige Veränderungen erfahren. So hat der ungarische Topskorer Adam Szöllösi die Visper Richtung Winterthur verlassen und wird bei Pfadi in der NLA oder bei Yellow in der NLB spielen. Auch die Verträge mit den in diesem Frühjahr kurzfristig verpflichteten Verstärkungsspielern sind nicht verlängert worden. Als wichtigen Neuzuzug nennt Karlen den polnischen Torhüter Bartlomiej Pawlak, der Anfang August zur Mannschaft stossen wird. Pawlak hat rund sieben Jahre in der höchsten polnischen Liga gespielt. «Unsere Analysen haben gezeigt, dass wir letzte Saison in entscheidenden Phasen zu viele Tore kassiert haben. Wir spielten mit zwei sehr jungen Goalies, die zwar beide talentiert sind, deren Leistungen auf der anderen Seite noch starken Schwankungen unterworfen sind», sagt Karlen. Der erfahrene Pawlak soll jetzt für mehr Stabilität auf der Torwartposition sorgen. «Gleichzeitig kann unser talentierter 19-jähriger Goalie von Pawlaks Erfahrung profitieren.» Dazu vermeldet der KTV definitiv den Zuzug des kroatischen Rückraumspielers Borna Franic, der 400 Mal in der NLA gespielt hat. Franic soll auch als Assistent von Trainer Robert Kieliba aufgebaut werden und als Trainer in der Sportschule Visp arbeiten. Aus der vor sechs Jahren gegründeten Sportschule wird mit Jean-Luc Ruffiner, Janes Karlen, Lars Karlen und Luca Vitetta nun die erste Welle an Nachwuchsspielern fix in die erste Mannschaft integriert. Punktuell sollen im Laufe der Saison weitere Nachwuchsspieler eine Chance erhalten. Mit Adrian Slatincic hat zudem ein Spieler aus der zweiten Mannschaft den Sprung geschafft.

Kontinuität mit Kieliba

Auf dem Trainerposten setzen die Visper weiterhin auf Robert Kieliba. In seiner dritten Saison für den KTV Visp soll sich der polnische Spielertrainer jetzt aber vermehrt auf seine Rolle als Coach konzentrieren können. Auf die Verpflichtung eines separaten Coachs wird verzichtet. Karlen erwähnt auch, dass die Trainingsbedingungen in einem Verein in der Randregion wie dem KTV Visp sich schwieriger gestalten als in Stadtklubs: «Wir können meistens nur einmal pro Woche im Vollbestand trainieren. Einige Spieler arbeiten oder studieren nicht im Wallis und fehlen deshalb während der Woche.» Sascha Furrer, Captain und langjährige Teamstütze, betont die Bedeutung des intakten Teamgeists: «Ein Gleichgewicht zwischen Einheimischen und Auswärtigen im Kader ist wichtig. Starallüren passen nicht zum KTV Visp.»

Frank O. Salzgeber

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