Steg-Hohtenn/Genf | Nicole Gerber-Imsand

«Oberwalliser» Rugbyspielerin im Trainingscamp der Schweizer Nati

Nicole Gerber-Imsand im Dialog mit ihren Mitspielerinnen.
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Nicole Gerber-Imsand im Dialog mit ihren Mitspielerinnen.
Foto: RZ

Das Schweizer Frauen-Rugby-Nationalteam beim Training in Steg-Hohtenn.
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Das Schweizer Frauen-Rugby-Nationalteam beim Training in Steg-Hohtenn.
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Quelle: RZ 0

Die Schweizer Rugby-Nationalmannschaft der Frauen war für ein Trainingslager auf Besuch im Benkendorf. Mit Nicole Gerber-Imsand gehört seit drei Jahren auch eine Spielerin mit Oberwalliser Wurzeln zum Kader.

Seit Jahren sind Peter Imsand und seine Frau Christina enthusiastische Unterstützer des Teamsports. Davon profitieren auch ihre zwei Töchter Nicole und Sandra. Die beiden Schwestern waren jahrelang aktive Basketball-Spielerinnen auf höchstem Schweizer Niveau. «Sowohl meine Schwester als auch ich lieben den Wettkampf und den Teamsport», erklärt Nicole Gerber-Imsand, die inzwischen verheiratet ist und mit ihrem Mann in Genf lebt.

Bezug zum Oberwallis

Ihre Eltern leben seit geraumer Zeit wieder im Oberwallis. Zusammen mit ihrem Mann kommt Nicole Gerber-Imsand immer wieder zu ihnen auf Besuch nach Hohtenn. Wie sieht es mit der Verständigung mit den Oberwallisern aus? «Meine Schwester und ich sind zwar in Genf geboren und aufgewachsen und wir reden Französisch, aber zu Hause haben wir mit unseren Eltern oft Deutsch geredet – so natürlich auch ‹Wallisertitsch›», fügt die Rugbyspielerin von Cern Meyrin St-Genis mit einem herzhaften Lachen an. Als Burgerin von Steg-Hohtenn fühle sie sich auch sonst mit dem Oberwallis sehr verbunden, so Gerber-Imsand weiter.

Wechsel in die Rugbyszene

«Vor vier Jahren startete ich in meine letzte Saison im Spitzenbasketball und ich überlegte mir, wie ich weiterhin mit dem wettkampf­mässigen Teamsport verbunden bleiben kann», sagt die gebürtige Genferin. Kurz vor Saisonende, vor dem Computer sitzend, machte sie sich auf die Suche via Internet. «Mit ‹Rugby Genf Frauen› wurde ich sofort fündig, sodass ich bereits einige Tage später beim ersten Training dabei war.» Anfänglich schwang eine gewisse Unsicherheit mit, da sie nicht wusste, ob sie den körperlichen Anforderungen standhalten kann. «Beim ersten Training stellte ich fest, dass ich zu den grossen und eher starken Spielerinnen im Verein zähle», sagt die Berufspolizistin mit einem Schmunzeln.

Rugbysport Schweiz

Am Ende ihrer ersten Saison belegte sie zusammen mit ihrem Team «Cern Wildcats» den vierten Platz. Im darauffolgenden Jahr durften die Genferinnen ihren ersten Schweizer Meistertitel im Frauen-Rugby feiern. «Auch in meiner dritten Saison streben wir den Meistertitel an», sagt Gerber-Imsand. Drei Runden vor Abschluss der regulären Meisterschaft und vor dem Start der Playoffs sieht es für ihre Equipe gut aus. Aktuell belegen sie zusammen mit den «Luzern Dangels» den ersten Platz. Auch wenn es um die Schweizer Meisterschaft geht, so ist die Sportart für die Athletinnen ein Hobby. «Nebst meinem Beruf als Polizistin betreibe ich sehr viel Aufwand, sodass ich es eher als ‹Hobby Plus› bezeichne», betont Gerber-Imsand. Das Kämpfen ist man sich in der Rugbyszene nicht nur auf dem Feld gewohnt. «Ein Trainingslager wie in Steg-Hohtenn ist für uns absolut perfekt, um uns weiterzuentwickeln und noch näher zusammenzurücken», erklärt die Kapitänin des Rugby-Nationalteams. Die Gemeinde wie auch der FC Steg haben es der Schweizer Frauen­nationalmannschaft ermöglicht, zusammen mit dem Staff unter idealen Bedingungen zu trainieren und sich für die Europameisterschaft (Europe Women’s Trophy) im Sommer in Budapest sowie in Lissabon vorzubereiten. «Damit wir diesen Aufwand als Nationalteam stemmen können, sind wir immer wieder auf Sponsoren und Gönnern angewiesen», erklärt Gerber-Imsand.

Rugby im Oberwallis

Mit dem von der Gemeinde Steg-Hohtenn sowie dem FC Steg unterstützten Trainingslager erhofft sich der Schweizer Frauen-Rugbysport auch mehr Popularität im Oberwallis. «In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der lizenzierten Frauen in der gesamten Schweiz verdreifacht», sagt Gerber-Imsand. Auch im Wallis gibt es mit den «Entente Mermigans» ein Frauenteam, das in der Nationalliga A mitspielt. Im Oberwallis gibt es im Moment noch kein Frauen-Rugbyteam. «Auch wenn Rugby als körper­betonte Sportart gilt, so ist eine Leichtfüssigkeit, das Passspiel und das taktische Verständnis gefragt, das beim Frauen-Rugby mehr zum Tragen kommt als bei den Männern.» Die Bergkulisse, das Wetter sowie die Infrastruktur seien auf alle Fälle ideal, um auch im Oberwallis mit Frauen-Rugby zu beginnen, begrüsst Nicole Gerber-Imsand das Interesse des Gastgebers des dreitägigen Trainingslagers im Oberwallis.

Thomas Allet

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