Fussball | Brig-Glis

Schwester und Mutter Infantino über ihren "Piccolo"

Schwester Daniela und Mutter Maria Infantino vor ihrer ehemaligen Wohnung in Brig.
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Schwester Daniela und Mutter Maria Infantino vor ihrer ehemaligen Wohnung in Brig.
Foto: RZ

Quelle: 1815.ch/RZ 1

Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino kandidiert für das Fifa-Präsidium. Mit dem 45-jährigen Briger steht wieder ein Walliser an der Schwelle zum weltweit wohl wichtigsten Sportamt.

«Mein Bruder war schon immer fussballbegeistert. Wenn Gianni an seinen Hausaufgaben sass, lag neben den Schulbüchern die ‹Gazetta dello Sport› aufgeschlagen und im TV lief ein Sportkanal. Er hat alle Sportinformationen aufgesogen», erinnert sich seine Schwester Daniela zurück. Als Junior spielte er beim FC Brig-Glis und war später Mitgründer von Brig III. Schon als Schüler sah er seine Zukunft im Fussball. So schrieb er als Viertklässler in einem Schulaufsatz zum Thema Traumberuf: «Ich möchte Fussballprofi werden. Aber da ich dafür nicht so talentiert bin, werde ich Advokat vom Fussball.» Seit 15 Jahren arbeitet Infantino, der neben Deutsch und Italienisch auch fliessend Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch spricht, nun bei der Uefa und wohnt in Nyon. Mit dem Wallis ist der 45-jährige italienisch-schweizerische Doppelbürger weiterhin eng verbunden. Mindestens einmal im Monat besucht er seine 81-jährige Mutter in Brig. «Am liebsten isst er dann Lasagne im Ristorante Mama», erzählt Schwester Daniela lächelnd. Am Mittagstisch der versammelten Familie herrscht dann ein bunter Sprachenmix. Die Geschwister reden untereinander Walliser Deutsch, mit der Mama Italienisch. Infantinos vier Kinder reden mit ihm Italienisch, untereinander Französisch und mit ihrer aus dem Libanon stammenden Mutter Arabisch. Mit seiner Frau redet Infantino Englisch. «Und wenn ich ihn in Nyon besuche, muss ich ihm immer ein Nussroggenbrot mitbringen», sagt Daniela Infantino. Elf und acht Jahre nach seinen beiden Schwestern Mirella und Daniela geboren, war Gianni der Nachzügler. Deshalb sei er immer «Piccolo» gerufen worden. Seine Mutter nenne ihn auch heute noch so, sagt Daniela Infantino. «Nur, dass unser Piccolo jetzt ein Grosser ist.»

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Kommentare

  • Carlo Müller - 2712

    Es reicht leider nicht aus alle Sportinfos in der Kindheit aufgesaugt zu haben um die Fifa zu reformieren. Da brauchst es schon handfeste Unterstützung von Mafia-Experten um der alteingesessenen Korruption Herr zu werden...

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