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CCs Charmeoffensive als Olympia-Wunderwaffe?

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Kennen Sie Christian Constantin? Den Mann, der bisher mehr Fussballtrainer entlassen hat als sein Klub, der FC Sitten, in dieser Meisterschaft Tore erzielen konnte. Den Mann, der Ligaentscheide anprangert und mit seinen Rekursen immer wieder für Unmut sorgt. Den Mann, der mitunter auch mal handgreiflich wird und Kritikern das Maul stopft. – Dieser Mann, schwerreicher Mäzen und Liga-Saulus, hat sich zum Paulus gewandelt. Zumindest nach aussen hin.
Unter dem Titel «Ich möchte Ihnen etwas sagen» hat er in der vergangenen Woche, wie angekündigt, ein 64-seitiges Büchlein herausgegeben, in dem er ein Loblied und eine Lobhudelei über seine olympische Vision von sich gibt. Darin lesen sich Sätze wie «Ich möchte diese Spiele, weil ich Walliser bin, weil ich unseren Vorfahren zurückgeben will, was sie für uns getan haben…», oder « (…) in diesem Augenblick wird keine Rede mehr sein von Geld oder Immobilien, von Bauten oder Spekulationen. Diese anrüchigen Wörter werden längst vergessen sein, wenn die Vorbereitungen friedlich ihren Gang gehen und das Fest näher rückt.»
CCs Geschichten um seine verstorbene Mutter, seine Ausflüge als kleiner Bub und seine Liebe zum Wallis sollen ans Herz gehen und die Leute zum Nachdenken animieren.
Mit dieser Charmeoffensive wird er zweifelsohne einige Stimmen für die Kandidatur der Olympischen Spiele im Wallis gewinnen. Auch wenn er offiziell gar nicht mehr im Organisationskomitee vertreten ist. Man kann von CC halten, was man will. Aber: Mit seiner Charmeoffensive hat er vielen Politikern einiges voraus. Denn der Mann weiss, wie man die Leute für eine Idee begeistern und Emotionen wecken kann. Ob das allein für die Zustimmung zur Olympiakandidatur «Sion 2026» reicht, darf bezweifelt werden. Aber es ist immerhin ein Versuch, einer Kandidatur, die bisher nicht in die Gänge kommt, einen positiven Anstrich zu verleihen.

Walter Bellwald

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