Standpunkt | Von Walter Bellwald

Hooligans in die Schranken weisen

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Hooligans – ein neues Phänomen hat Eintritt in die Schweizer Stadien gefunden. Ohne Rücksicht auf Verluste lassen ­sogenannte Fans ihrem Ärger freien Lauf, provozieren mit Fackelwürfen und Gesten die Zuschauer, Sicherheitsverantwortlichen und Spieler. Es ist noch keinen Monat her, als einige Chaoten beim Fussballspiel zwischen Luzern und GC einen Spielabbruch ­provozierten. Schon im März hatten vermeintliche GC-Fans im Stade de Tourbillon dafür gesorgt, dass das Spiel vorzeitig beendet werden musste. Damals hatten Ultras mehrfach pyrotechnisches Material auf den Platz geworfen. Obwohl die Liga reagierte und gegen fünf Chaoten beim Spiel in Luzern ein sofortiges Stadionverbot erlassen hat, bleibt ein schaler Nachgeschmack. Dass die Hooligans innerhalb von kurzer Zeit gleich zweimal das Spielgeschehen ausserhalb des Rasens beeinflussen und das ­Augenmerk auf sich lenken konnten, gibt zu denken und hat eine landesweite Diskussion ausgelöst. Auch die Politik wurde durch die jüngsten Ereignisse wachgerüttelt und debattiert um Strafen, Verbote und Sicherheitsmassnahmen. Allen voran Bundesrätin und Sport­ministerin Viola Amherd. Schon nach dem Pyro-Skandal im Tourbillon forderte Amherd «eine entschlossene Reaktion der Fussballszene». Jetzt macht unsere Sportministerin ernst und will den neuen Präsidenten des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV), Dominique Blanc, zur Aussprache treffen. Amherd sei es ein Anliegen, «dass die vielfältigen Aspekte des Fussballs und des Sports im Allgemeinen wieder in den Vordergrund ­rücken», sagte ihr Sprecher Lorenz Frischknecht. Auch die Konferenz der kantonalen Polizei- und Justizdirektoren will sich noch diesen Monat mit der Problematik befassen. Dabei soll auch über allfällige Sofortmassnahmen diskutiert werden. Für die Fans und Zuschauer in den Stadien bleibt zu hoffen, dass die Hooligans mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Denn für Randalierer hats bei Sportanlässen keinen Platz.

Walter Bellwald

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