USA  | Lobbyistentätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine

Trumps Ex-Wahlkampfchef will zu Russland-Ermittlung aussagen

Donald Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort. 
1/1

Donald Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort. 
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Paul Manafort, der frühere Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, hat sich bereit erklärt, mit den Ermittlungen zur Russland-Affäre zu kooperieren.

Bei einer Anhörung vor Gericht in Washington bekannte sich der bereits wegen Finanzvergehen verurteilte Manafort am Freitag zugleich einer Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten schuldig. Sein Schuldplädoyer gab er im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft ab.

Das Weisse Haus erklärte unverzüglich, Manaforts Schuldbekenntnis habe mit Trump "absolut nichts zu tun". Tatsächlich beziehen sich die gegen den 69-Jährigen vorgebrachten Anklagepunkte nicht auf den Verdacht, Trumps Wahlkampfteam könne illegal mit Moskau kooperiert haben, sondern auf Manaforts frühere Lobbyistentätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine.

Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass die von Manafort jetzt bekundete Kooperationsbereitschaft möglicherweise neue Informationen zum Kern der Russland-Affäre ans Licht bringt. Sollte das Gericht die Vereinbarung zwischen Manafort und der Staatsanwaltschaft absegnen, würde der bislang geplante zweite Prozess gegen den Ex-Lobbyisten ausfallen.

Erster Prozess wegen Steuerbetrug

In dem ersten Prozess war Manafort im August wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen worden, die Verkündung seines Strafmasses in diesem Verfahren steht noch aus. Wie dieser Schuldspruch beruhen auch die im Vorfeld des nun möglicherweise ausfallenden zweiten Prozesses erhobenen Anklagepunkte gegen den früheren Trump-Berater auf den Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller.

Die jetzt veröffentlichten Dokumente zeigen, dass die Staatsanwaltschaft im Gegenzug für Manaforts Schuldeingeständnis einen Teil der bislang geplanten Anklagepunkte fallen lassen will.

Geldwäsche und Verschwörung zum Betrug

Gestrichen werden sollen unter anderem Anschuldigungen gegen Manafort, die sich auf mutmassliche Geldwäsche und Nicht-Registrierung von Lobbyistentätigkeiten bei den US-Behörden beziehen. Die beiden verbleibenden Anklagepunkte beziehen sich auf Verschwörung zum Betrug an den US-Behörden - wegen mutmasslicher Falschaussagen Manaforts - sowie Verschwörung zur Behinderung der Justiz. Mit letzterem Punkt sind mutmassliche Versuche Manaforts gemeint, Einfluss auf Zeugen zu nehmen.

Wie im ersten Verfahren beziehen sich auch diese Vorwürfe der Ermittler gegen Manafort nicht direkt auf die Russland-Affäre, sondern auf dessen frühere Lobbyistentätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine. Der im Mai 2017 wegen der Russland-Affäre eingesetzte Sonderermittler ist befugt, auch anderen möglichen Straftatbeständen nachzugehen, auf die er im Zuge seiner Untersuchungen stösst.

Die Russland-Affäre stellt für Trump eine schwere Belastung seiner Präsidentschaft dar. Er bestreitet jegliche Absprachen mit Moskau über die Hackerattacken auf das Umfeld seiner früheren Wahlkampfrivalin Hillary Clinton. Die diesbezüglichen Ermittlungen prangert Trump regelmässig als politisch motivierte "Hexenjagd" an.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login

Artikel

Empfehlungen

Heute im WB

Wettbewerb

Mitmachen und Gewinnen.

1815.ch | 1815.ch verlost 10 x 2 Tickets für das Spiel FC Sitten gegen FC Luzern. [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Eleni StuderLiam GindlFynn Furrer
zur Baby-Galerie

In der aktuellen RZ

Kolumne | Diese Woche zum Thema:...

Schlagabtausch zwischen Peter Bodenmann und Oskar Freysinger

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger zum Thema «Selbstbestimmung».

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Aktuell auf 1815.tv

Anton Borter aus Turtmann

zum Video
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

Rotten Verlag News

Kostenlos für 1815.club Mitglieder | Ratgeberträff vom 20....

Impfen, was sollte man dazu unbedingt wissen?

Seien Sie live dabei im 1815.träff.

| Die Impfung ist ein einfacher und sicherer Schutz gegen eine Reihe von ansteckenden Krankheiten, [...]

Ventil | der Walliser Blog

Von Currys und Piloten

1815.ch | Man solle ruhig fragen, wenn man die Antwort nicht scheue, sagt der Volksmund. Nun gibt es aber [...]

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31