VW-Skandal | Falsche Angaben zum Benzinverbrauch

VW schliesst Vergleich in den USA und zahlt 96,5 Millionen Dollar

Volkswagen einigt sich mit den USA auf einen Kompromiss und macht fast 100 Millionen Dollar locker.
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Volkswagen einigt sich mit den USA auf einen Kompromiss und macht fast 100 Millionen Dollar locker.
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Quelle: SDA 0

Volkswagen zahlt in den USA knapp 100 Millionen Dollar an Autobesitzer wegen unkorrekter Angaben zum Benzinverbrauch. Das Unternehmen habe einem entsprechenden Vergleich zugestimmt, teilte VW am Freitag mit.

Den Angaben zufolge geht es um rund 98'000 Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Bentley, Audi und Porsche. Der US-Umweltbehörde EPA zufolge waren sie mit einer Software ausgestattet, die Verbrauch und Abgaswerte unter Testbedingungen zum Teil besser ausfallen liessen als unter realen Bedingungen.

VW zahlt den entsprechenden Kunden nun zwischen 5,40 Dollar und 24,30 Dollar für jeden Monat, in dem sie ein solches Fahrzeug besessen oder geleast hatten. Insgesamt macht VW laut US-Gerichtsunterlagen vom Freitag rund 96,5 Millionen Dollar locker.

Der Vergleich muss aber noch vom zuständigen US-Gericht abgesegnet werden. US-Richter Charles Breyer soll bei einer Anhörung am 13. September in San Francisco entscheiden, ob er dem Kompromiss vorläufig zustimmt.

Aufmerksame US-Sammelkläger

VW betonte in einer Stellungnahme, dass mit dem Vergleich kein Schuldgeständnis oder Fehlverhalten eingeräumt werde. Die EPA ordnete jedoch an, dass Angaben zum Kraftstoffverbrauch von rund 98'000 Fahrzeugen der Modelljahre 2013 bis 2017 korrigiert werden. Weil auch der Schadstoffausstoss mithilfe einer Software geschönt worden sei, würden zudem Emissionsgutschriften aberkannt, so die Behörde.

Die US-Sammelkläger waren im Zuge des VW-Abgasskandals durch einen Bericht der "Bild am Sonntag" von November 2016 aufmerksam geworden. Demzufolge hatte das kalifornische Umweltamt Carb die VW-Tochter Audi des Einsatzes einer weiteren illegalen Abgastechnik verdächtigt - plötzlich ging es nicht mehr nur um Dieselwagen, sondern auch um Benziner. Die weiteren Ermittlungen hätten dann Unregelmässigkeiten der Kraftstoffbilanzen gezeigt, heisst es im Vergleichsantrag.

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