Coronavirus | Swisscom liefert Daten aus dem öffentlichen Raum

Handydatenauswertung bestätigt Disziplin der Schweizer Bevölkerung

Vergangene Woche hatte der Bund angekündigt, anonymisierte und allgemeine Handydaten auszuwerten, um die Bewegungen von Personen zu analysieren. Erste Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Bevölkerung grundsätzlich an die vom Bundesrat verordneten Verbote hält.
1/1

Vergangene Woche hatte der Bund angekündigt, anonymisierte und allgemeine Handydaten auszuwerten, um die Bewegungen von Personen zu analysieren. Erste Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Bevölkerung grundsätzlich an die vom Bundesrat verordneten Verbote hält.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Vergangene Woche hatte der Bund angekündigt, anonymisierte und allgemeine Handydaten auszuwerten, um die Bewegungen von Personen zu analysieren. Erste Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Bevölkerung grundsätzlich an die vom Bundesrat verordneten Verbote hält.

"Haben Sie keine Angst vor Überwachung", sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien. Es handle sich nur um eine nachträgliche Analyse von Daten. Anhand von diesen lasse sich nachvollziehen, wie sich die Leute im Freien bewegten.

Dies erlaube Rückschlüsse darauf, ob sich die Bevölkerung an die Vorgaben des Bundesrats halte. Bundesratssprecher André Simonazzi untermauerte am Mittwochabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, dass kein Tracking und keine Analyse von Echtzeitdaten stattfinde.

Die Datenanalyse bestätige bisher, dass sich die Bevölkerung diszipliniert verhalte, sagte Berset. Die Empfehlungen und Vorgaben würden eingehalten. "Das Wichtigste ist, dass das so bleibt."

Enge Schranken

Zur Verfügung gestellt werden die Daten vom Telekomanbieter Swisscom. Sie meldet dem Bund mit 24 Stunden Verspätung, wo sich Menschenansammlungen gebildet haben. Laut Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus signalisiert das Unternehmen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Orte, in denen sich zwanzig oder mehr Handys auf einer Fläche von hundert mal hundert Meter befinden.

Diese Analysen würden nur im öffentlichen Raum durchgeführt. Wohngebäude und Geschäftsräume seien nicht betroffen, sagte Neuhaus. Nur wenige BAG-Mitarbeiter hätten Zugriff auf diese Daten. Die Informationen dürften nur für die Pandemie-Bekämpfung verwendet werden.

Innenminister Berset ist jedoch der Ansicht, dass eine Diskussion über eine breitere Verwendung dieser Technologie in Zukunft erforderlich ist. So müsse darüber diskutiert werden, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, freiwillig persönliche Informationen zu teilen, die es den Behörden ermöglichten, die Entwicklung einer Epidemie zu verfolgen.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

Heute im WB

Aktuelle Verkehrsmeldungen

In der aktuellen RZ

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Was lässt sich aus der Corona-Krise lernen?

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Jason VolkenJaron EyerZacharias Mattia Heutschi
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Rotten Verlag News

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31