Forschung | Millionen gegen Augenkrankheiten in Basel

Basel erhält Forschungsinstitut für Augenheilkunde

Mit Augenkrankheiten befasst sich ein neues Forschungsinstitut, das in Basel gegründet wurde. Pro Jahr stehen den Wissenschaftlern 20 Millionen Franken zur Verfügung. (Symbolbild)
1/1

Mit Augenkrankheiten befasst sich ein neues Forschungsinstitut, das in Basel gegründet wurde. Pro Jahr stehen den Wissenschaftlern 20 Millionen Franken zur Verfügung. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Ein neues Forschungsinstitut für Augenkrankheiten nimmt 2018 in Basel seinen Betrieb auf. Gegründet wurde es von der Universität Basel, dem Universitätsspital Basel und dem Pharmakonzern Novartis. Langfristig sollen jährlich 20 Millionen Franken investiert werden.

Die drei Gründungspartner verpflichten sich, das Institut für molekuläre und klinische Ophthalmologie Basel (IOB) in den ersten zehn Jahren zu finanzieren, wie sie am Freitag mitteilten. Obwohl Novartis die Hälfte der Kosten trägt, soll die Forschungsfreiheit gewährleistet werden, indem das IOB als Stiftung aufgesetzt wird.

20 Millionen Franken pro Jahr

Fünf Jahre nach der Gründung sollen dem IOB pro Jahr mindestens 20 Millionen Franken zufliessen. Davon stammen zehn Millionen von Novartis, drei Millionen vom Universitätsspital und zwei Millionen Franken von der Universität Basel.

Mit weiteren fünf Millionen Franken jährlich will auch der Kanton Basel-Stadt unterstützen. Dafür braucht es allerdings noch die Zustimmung des Kantonsparlament. Für die ersten vier Jahre des Instituts beantragt die Regierung dem Grossen Rat einen Staatsbeitrag von insgesamt 12,5 Millionen Franken, wie sie am Freitag mitteilte.

Das IOB ist nach Angaben der Gründer eines der weltweit ersten Institute seiner Art. Grundlagenforscher und Kliniker sollen dort Hand in Hand das bisher ungenügende Verständnis von Augenkrankheiten verbessern und neue Therapien entwickeln.

Operativ ab 2018

Seine operative Tätigkeit soll das hochspezialisierte Institut bereits im kommenden Jahr aufnehmen. Geleitet wird es von zwei Wissenschaftlern von Weltruf, die bereits heute in Basel tätig sind: Botond Roska arbeitet derzeit am Friedrich Miescher Institut, und Hendrik Scholl leitet die Augenheilkunde an der Universität Basel und die Augenklinik des Universitätsspitals.

Dass sich Novartis am Institut beteiligt, begründet der Konzern mit der strategischen Forschungspriorität, die Augenheilkunde für ihn habe. Novartis verfügt mit Alcon über eine Augenheilsparte, deren Zukunft indes derzeit noch offen ist.

Von der "bahnbrechenden Kooperation zwischen Forschung und Klinik" am IOB erhofft sich Novartis innovative Lösungen für Patienten mit Sehstörungen und Sehverlust, wie es in der Mitteilung heisst. Laut den Gründern des Instituts gab es in den letzten Jahren wenig Innovation in der Augenheilkunde.

Zu den künftigen Forschungsschwerpunkten am IOB zählen unter anderem grüner Star (Glaukom) und Kurzsichtigkeit (Myopie). Dazu kommen die Stargardt-Krankheit als häufigste vererbte Makula-Degeneration sowie Retinitis pigmentosa, eine Gruppe erblicher Netzhautkrankheiten.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login

Artikel

Empfehlungen

Heute im WB

Aktuell auf 1815.tv

Zirkus Harlekin

zum Video

In der aktuellen RZ

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Grenzenlos frei oder Freiheit in Grenzen?

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben in der Rhonezeitung.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

Rotten Verlag News

Oberwalliser Baby-Galerie

Andre KettingerDavid StoffelAnuar Ljimani
zur Baby-Galerie
Aktuelle Verkehrsmeldungen

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31