Auszeichnung | Kulturpreis des Staates Wallis geht ins Oberwallis

Kulturpreis 2019 für Annelore Sarbach

Annelore Sarbach erhält den Kulturpreis 2019 des Staates Wallis.
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Annelore Sarbach erhält den Kulturpreis 2019 des Staates Wallis.
Foto: Joachim Gern

Andreas Zurbriggen erhält einen Förderpreis des Staates Wallis 2019.
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Andreas Zurbriggen erhält einen Förderpreis des Staates Wallis 2019.
Foto: WB/Andrea Soltermann

Quelle: 1815.ch 0

WALLIS | Die Schauspielerin Annelore Sarbach wird mit dem Kulturpreis 2019 des Staates Wallis ausgezeichnet. Auch bei den Förderpreisen gelangt mit dem Komponisten Andreas Zurbriggen ein Oberwalliser zu Ehre.

Francesco Walter, Präsident des Kulturrats, ist mit der Wahl der Kultur-, Förder- und Spezialpreisträger sehr zufrieden: «Annelore Sarbach hat den Kulturpreis mit ihrem reichen Theaterschaffen mehr als verdient. Die Förderpreise gehen an junge Nachwuchstalente verschiedener Kulturbereiche: an Historikerin Jasmina Cornut, den Tänzer Simon Crettol und an den Musiker und Komponisten Andreas Zurbriggen. Der Spezialpreis wird den beiden Architektinnen Carole Pont und Céline Guibat des Büros Mijong verliehen.»

Die Preise werden vom Staatsrat auf Vorschlag des Kulturrates vergeben. Annelore Sarbach ist erst die dritte Oberwalliser Künstlerin, der diese Ehre zuteil wird. Vor ihr konnten Margrith Fialovitsch 1992 und Erika Stucky 2010 den Kulturpreis als individuelle Künstlerinnen entgegennehmen.

«Der Preis ist für mich eine wunderschöne Anerkennung», sagt Annelore Sarbach freudig. Sie fühle sich sehr geehrt, diesen Preis entgegennehmen zu können. «Ich habe mich all die Jahre bemüht, immer wieder Projekte im Wallis zu realisieren. Der Preis von meinem Heimatkanton ist etwas Besonderes», sagt die Wahlhamburgerin.

Annelore Sarbach ist in Naters ­geboren. Sie ist eine renommierte Schauspielerin, die seit vielen Jahren in der Künstlerszene im deutschen Sprachraum tätig ist. Nach ihrer Ausbildung an der Schauspielakademie in Zürich hat sie an verschiedenen Theatern im In- und Ausland gearbeitet: Basel, Berlin, Bern, Bochum, München, Hamburg, Frankfurt und Zürich. Sie unterrichtet zurzeit an der Schauspielschule in Hamburg, steht aber regelmässig auch selber auf der Bühne. Immer wieder lebt sie ihre Kreativität auch in ihrer Heimat aus. So hat sie zum Beispiel 2016 im Zeughaus Kultur Brig «Bezahlt wird nicht» von Dario Fo und 2018 im Kellertheater Brig «Tür auf, Tür zu» von Ingrid Lausund aufgeführt. Zudem kennt man sie aus verschiedenen Film- und TV-Rollen.

Förderpreisträger
mit Uraufführung in Ernen

Für Förderpreisträger Andreas Zurbriggen kam die Nachricht über­raschend: «Ich freue mich riesig über den Preis. Er bedeutet für mich eine Anerkennung meines bisherigen Schaffens und stellt für mich auch eine Motivation für weitere Projekte dar.» Den französischen Ausdruck «Prix d’encouragement» finde er fast treffender als die deutsche Bezeichnung Förderpreis. Eine Ermutigung für die Zukunft sei der Preis für ihn allemal.

Der Komponist Andreas Zurbriggen ist in Saas-Fee aufgewachsen. Er schloss ein Kompositionsstudium bei Daniel Glaus an der Hochschule der Künste in Bern ab, das er durch Studien in Musikwissenschaft, Geschichte, Mediävistik und Kunstgeschichte an den Universitäten von Bern und Zürich ergänzte. Seine Musik zeichnet sich aus durch die Verwendung von aus der Tonalität und Modalität entliehenen Materialien, die in einen modernen Kontext integriert werden. Wer wissen möchte, wie die Musik von Andreas Zurbriggen klingt, hat am
3. August 2019 Gelegenheit dazu. Sein Stück «Zweisamkeiten» für Klavier zu vier Händen kommt im Musikdorf Ernen zur Uraufführung, einen Monat später wird am Alpenchorfestival in Brig- Glis ein Chorlied nach einem Gedicht von Maurice Chappaz zu hören sein.

Preisübergabe im Oberwallis

Der Kulturpreis des Staates Wallis wird seit 1980 jährlich vergeben. Dieser Preis in Höhe von 20 000 Franken krönt eine bestätigte, anerkannte Laufbahn. Seit 1982 werden ausserdem drei Förderpreise vergeben, welche die Arbeit junger talentierter Künstlerinnen und Künstler auszeichnen, die an einer entscheidenden Wende ihrer Laufbahn stehen. Die mit je 10 000 Franken dotierten Förderpreise verstehen sich als deutliches Zeichen der Anerkennung, als Anreiz, diesen Weg weiterzuverfolgen. Seit 2011 wird ausserdem ein mit 10 000 Franken dotierter Spezialpreis an Personen, die mit ihrer Arbeit «hinter den Kulissen» zur kulturellen Entwicklung des Kantons beitragen, vergeben. Die Kulturpreise folgen einem Turnus. Nach dem Unter- und Mittelwallis ist dieses Jahr das Oberwallis an der Reihe. Die Preisübergabe wird im November 2019 im Oberwallis stattfinden.ben

ben

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