Blatten | Frischer Wind dank Strategie 2020

Blatten plant eine aktive Dorfgestaltung

Das Dorf Blatten im Lötschental soll in den nächsten drei Jahren aktiv gestaltet werden.
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Das Dorf Blatten im Lötschental soll in den nächsten drei Jahren aktiv gestaltet werden.
Foto: RZ

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Mehrere Walliser Bergdörfer stehen vor grossen Herausforderungen. Die Gemeinde Blatten geht nun in die Offensive und lanciert die Strategie 2020.

Weniger Arbeitsplätze im Dorf. Rückläufige Bevölkerungsentwicklung. Drohende Abwanderung. Die Gemeinde Blatten im Lötschental kämpft mit denselben Problemen wie andere Oberwalliser Bergdörfer. Nun will das Dorf seine Stärken besser einsetzen. Dazu wurde die Strategie 2020 ausgearbeitet: Blatten leben. Blatten erleben. Blatten beleben.

Einführung einer Vermittlungsplattform
Ziel des Gemeinderates um Gemeindepräsident Jean-Christoph Lehner ist es, die Gemeinde in den nächsten drei Jahren nicht bloss zu verwalten, sondern auch zu gestalten. So ist zum Beispiel die Einführung einer Vermietungsplattform geplant. «Wie in vielen Bergdörfern fehlen auch in Blatten attraktive Mietwohnungen für junge Leute. Dies führt dazu, dass junge Leute ihren Wohnsitz oftmals in den Talgrund verlegen», sagt Lehner. Der Gemeindepräsident ist überzeugt, dass es in Blatten «perfekte Voraussetzungen zum Erwerb oder für den Bau eines Eigenheims» gibt. Denn: Die Bodenpreise sind tief und das Bauland meist gut erschlossen. An Mietwohnungen mangelt es jedoch. Neben der einheimischen Jugend ist auch das Personal in den Gastronomiebetrieben vom fehlenden Mietraum betroffen. Die Gemeinde plant nun, das Angebot an Mietwohnungen und an Verkaufsangeboten aufzunehmen. «Die Eigentümer können ihre Objekte dabei gratis auf der Homepage der Gemeinde publizieren», sagt Lehner und erklärt: «Das Ganze ist unkompliziert. Wir sehen uns in der Rolle als Vermittler zwischen Vermieter und Mieter oder Verkäufer und Käufer.»

Sommer-Hotspot Fafleralp stärken
Weiter ist in der Strategie 2020 – sie wurde im Herbst 2017 vom Gemeinderat erarbeitet – vorgesehen, in den Tourismus zu investieren. «Wir sind der klaren Überzeugung, dass es ohne einen nachhaltigen Tourismus keine Zukunft für den Lebensraum Lötschental, gibt», sagt Lehner. Blatten unterstützt dabei künftig einerseits grössere Projekte im Lötschental, aber auch kleinere Vorhaben auf dem Blattner Gemeindeterritorium. So soll in den Ausbau der Infrastruktur auf der Langlaufloipe investiert werden. In Blatten gibt es seit einiger Zeit ein Angebot für Langlaufkurse, weiter werden Ausrüstungen vermietet. Nun gilt es, dieses Angebot zu vermarkten. Lehner dazu: «Wir setzen uns ein, dass der Langlaufsport im Lötschental noch besser vermarktet wird. Im letzten Jahr haben wir die Beleuchtung der Nachtloipe erweitert. Für die nächste Saison sind weitere Massnahmen geplant.» Während sich die Gemeinde Blatten im Winter auf die Langlaufloipe fokussiert, gilt es im Sommer die Fafleralp als Sommer-Hotspot zu positionieren. Geplant ist eine Aufwertung der Fafleralp, ohne diese zu verschandeln. «Im Herbst wird im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts die Sicherheit beim Parkplatz und beim Camping verbessert», sagt der Gemeindepräsident. Weiter sind in den nächsten Jahren gleich mehrere Investitionen geplant. So solle beispielsweise ein neues Barrieresystem beim Parkplatz angeschafft werden. Lehner betont, dass es nicht zwingend um den Ausbau der Fafleralp gehe, sondern darum, die bestehende Infrastruktur zu verbessern. «Die Leute finden auf der Fafleralp genau das, was sie suchen. Eine gewisse Einfachheit. Es braucht deshalb keine neuen Angebote», so Lehner. «Wir investieren in erster Linie in die Sicherheit von Parkplatz und Camping und in die Aufwertung der bestehenden Wanderwege.»

Simon Kalbermatten

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