Brig-Glis | Bis zu 45 000 Quadratmeter Geschossfläche geplant

Briger Quartier soll aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden

Das «Scheibendepot» (Bild Mitte) wird weichen, wenn das Quartier Bahnhof West neu überbaut wird.
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Das «Scheibendepot» (Bild Mitte) wird weichen, wenn das Quartier Bahnhof West neu überbaut wird.
Foto: RZ

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Im Zuge des geplanten Spitalneubaus und der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes gewinnt auch das westliche Bahnhofsquartier als Verbindungsstück zwischen den beiden Arealen an Bedeutung. Aus der industriellen Brache soll ein neues Quartier entstehen.

Kürzlich kaufte die Stadtgemeinde Brig-Glis das «Scheibendepot», das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftlichen Genossenschaft Oberwallis, für rund 1,5 Millionen Franken dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport ab. Der Kauf der circa 3000 Quadratmeter grossen Liegenschaft westlich des Bahnhofs Brig steht im Zusammenhang mit der Planung des Bahnhofsareals und des angrenzenden Spitalquartiers.

Einkaufszentrum, Hotel, Wohnungen

Auf dem Areal des «Scheibendepots» stand seinerzeit der erste Bahnhof in Brig. Die heutige Furkastrasse war damals die Bahnhofstrasse. In Verbindung mit dem Bau des Simplontunnels wurde der Bahnhof dann um rund 200 Meter nach ­Osten verschoben und 1906 das heutige Briger Bahnhofsgebäude eröffnet. Das Quartier Bahnhof West verlor an Bedeutung und geriet in ­Vergessenheit. Durch seine wichtige Lage zwischen Spital und Bahnhof wurde es jetzt «wie­derentdeckt». «Wir wollen dieses Quartier aus dem Dornröschenschlaf wecken», sagt der Briger Stadtschreiber Eduard Brogli. Geplant ist der Bau einer Reihe von Gebäuden mit einer Geschossfläche von insgesamt maximal 45 000 Qua­dratmetern. Neben dem Scheibendepot sollen mit­telfristig auch weitere Parzellen wie das Tam­oil-Gelände, private Grundstücke und der jetzige Parkplatz «Bahnhof West» überbaut werden. «Uns schwebt eine Mischnutzung vor mit ­Einkaufsmöglichkeiten, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, aber auch Wohnungen und eventuell einem Hotel», erklärt der Briger Stadtarchitekt Roland Imhof. Ein 60 bis 80 Meter ­grosses Hochhaus am Angelpunkt zwischen Bahn­hofplatz, Rhonedamm und der historisch bedeutsamen Achse der Furkastrasse soll den Auftakt bilden zum neuen Quartier. Neben der Verdichtung nach innen würden aber auch attraktive Aussenräume geschaffen, sagt Imhof. Die Spitalstrasse wird in eine autofreie, durchgehende Fussgängerachse umgewandelt, die den Bahnhof mit dem Spital Brig verbindet. Das Trassee der Matterhorn Gotthard Bahn führt nicht mehr der Spitalstrasse entlang, sondern wird einige Meter nach Norden verlegt. Damit verbunden entsteht auch eine neue Bahnbrücke über die Saltina. «Durch die neue MGB-Linienführung gewinnen wir im Süden zusätzlich Platz», erklärt Imhof. Der entsprechende Quartierplan liegt zurzeit zur Vorprüfung beim Kanton.

Frank O. Salzgeber

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