Goms | Vorbereitung zur Biathlon-WM läuft

«Ein 30. Platz gehört nicht zu meinen Ansprüchen»

Benjamin Weger gibt sich kämpferisch. An der WM in Antholz will er trotz derzeitiger Formbaisse unter die ersten zehn laufen.
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Benjamin Weger gibt sich kämpferisch. An der WM in Antholz will er trotz derzeitiger Formbaisse unter die ersten zehn laufen.
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Der beste Biathlet der Schweiz, Benjamin Weger, befindet sich in der Vorbereitung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Antholz. Nach einem hoffnungsvollen Saisonstart ist der Gommer derzeit auf Formsuche.

«Mit dem aktuellen Saisonverlauf bin ich nicht zufrieden», bezieht Benjamin Weger Stellung zu den bisherigen Resultaten. Nebst einem fünften Platz zu Saisonbeginn in Östersund und einem zwölften Rang vor knapp einem Monat in Oberhof sind die restlichen Platzierungen ziemlich ernüchternd. Ein Blick auf seine Statistik zeigt, dass nicht das Schiessen das Kernpro­blem ist, sondern im Läuferischen die Ursache begraben liegt. So kurz vor der WM betreibt Weger daher eine erste Ursachenforschung: «Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich mein Ziel, mich in dieser Saison in der Weltspitze zu etablieren, bisher nicht erreicht habe. Doch mein derzeitiges Formtief hat seine Gründe.» Einer davon scheinen die Höhentrainings zu sein, die er seit Jahren immer wieder einlegt. «Hier fing ich vermutlich meinen ersten Rückschlag ein, indem ich gewissermassen ‹übertrainiert› in die Wettkampfsaison stieg», erörtert Weger. Dieser plötzliche Leistungsabfall zwischen den Rennen sei zudem durch die kurzen Ruhepausen zwischen den Wettkämpfen verstärkt worden, so der Gommer weiter. So hat er in der Analyse mit seinem Trainer für sich erste Konsequenzen daraus gezogen. «Das geplante dritte Höhentraining liess ich ausfallen und absolvierte stattdessen die Rennen in Ruhpolding und Pokljuka.»

Ziel: Formstand aufpolieren

Bis die WM in Südtirol indes losgeht, bleiben dem passionierten Fliegenfischer noch einige Tage Zeit, um seinen Formstand aufzubessern. Aber: «Es gibt keine Anzeige, die mir mitteilt, wie fit ich bin», gibt sich Weger realistisch, dass keine plötzlichen Wunder von ihm zu erwarten sind. Dennoch will er nicht vorzeitig die Flinte ins Korn werfen und er wird sich nach einem Aufenthalt in seiner Heimat im Goms mit Teamtrainings auf der Lenzerheide den letzten Schliff holen. Der Oberwalliser Spitzen­biathlet, welcher in Antholz für jeden Wettkampf vorgesehen ist, wird jeweils von Rennen zu Rennen entscheiden, ob er laufen wird. Denn: «Wenn ich an den Start gehe, so will ich unter die ersten zehn laufen. Ein 30. Platz gehört da nicht zu meinen Ansprüchen», gibt sich Weger kämpferisch.

Thomas Allet

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