Leuk/Susten | Weil Hauptwasserleitung gefährdet ist

Gemeinde Leuk rät Bevölkerung zu einem Wassernotvorrat

Hat das Wasser im Fokus – der Leuker Gemeinderat Albert Meichtry.
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Hat das Wasser im Fokus – der Leuker Gemeinderat Albert Meichtry.
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Weil die Hauptwasserversorgung der Gemeinde Leuk zunehmend durch Steinschläge und Murgänge gefährdet ist, raten die Gemeindeverantwortlichen der Bevölkerung, immer einen Vorrat an Trinkwasser zu Hause aufzubewahren.

Etwa 80 Prozent des Leuker Trinkwassers kommt aus dem Gebiet des Illhorns. Von dort fliesst das Wasser in die beiden Reservoire bei Pletschen und in Leuk. Diese Quasi-Abhängigkeit von einer grossen Trinkwasserleitung bereitet den Gemeindeverantwortlichen jedoch Sorgen. Denn die Leitung führt durch ein Gebiet, das in den letzten Jahren zunehmend instabil geworden ist, den sogenannten «Saguschleif».

Steinschlag und Murgänge

«Wir haben festgestellt, dass das Risiko besteht, dass die fast 80 Jahre alte Leitung durch den ‹Saguschleif› immer mehr unterspült wird und teilweise sogar freiliegt, sodass das Risiko besteht, dass sie durch Steinschlag oder Murgänge beschädigt werden könnte», erklärt der zuständige Leuker Gemeinderat Albert Meichtry. «Das wiederum birgt das Risiko, dass die Wasserversorgung der Gemeinde von einer auf die andere Sekunde empfindlich gestört werden könnte.» Darum sei es angezeigt gewesen, den Brunnenmeister der Gemeinde, Gaston Grand, mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Notfallplans zu beauftragen, so der Gemeinderat. «Der Brunnenmeister hat diese Aufgabe zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt, sodass wir nun wissen, wie wir die Wasserversorgung der Gemeinde im Falle eines Ereignisses im ‹Saguschleif› relativ schnell wieder sicherstellen können», sagt Albert Meichtry. «So können wir beispielsweise auf Wasser aus dem ‹Schreeund Bach› zurückgreifen oder gar Trinkwasser aus anliegenden Gemeinden zuführen.» Meichtry weiss jedoch, dass auch solche Notfallmassnahmen ihre Zeit brauchen, bis sie greifen, und deshalb
raten er und der Gemeinderat der Bevölkerung auch, gewisse Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

Wasservorrat anlegen

Konkret heisst das, dass die Bevölkerung der Gemeinde Leuk sich einen Wasservorrat zulegen soll. «Wir empfehlen, dass man neun Liter Wasser pro Person im Haushalt haben sollte», führt Meichtry aus. «Damit können kurzfristige Engpässe gut überbrückt werden.» Gleichzeitig sind die Gemeindeverantwort­lichen dabei, das Problem der exponierten Wasserleitung im «Saguschleif» zu entschärfen. «Ein entsprechendes Projekt mit dem Namen ‹Ill-Power› befindet sich in Bearbeitung», sagt Meichtry. «Ziel ist es, die Leitung so gut wie möglich gegen etwaige Naturereignisse abzusichern.» Allerdings, so der Gemeinderat, sei dies ein Projekt, das nicht von heute auf morgen realisiert werden könne und auch einiges an finanziellen Ressourcen benötigen werde.

Martin Meul

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