Region | Zermatt

Italienische Hilfe bei Zermatter Bahnbau

Die Bergstation der neuen «3S-Bahn» wird auf der rechten Seite der bestehenden Pendelbahn (l.) gebaut. Rechts davon befindet sich die Bergstation einer Bahn von Italien aus, welche für später geplant ist.
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Die Bergstation der neuen «3S-Bahn» wird auf der rechten Seite der bestehenden Pendelbahn (l.) gebaut. Rechts davon befindet sich die Bergstation einer Bahn von Italien aus, welche für später geplant ist.
Foto: zvg

Der Bau der neuen Bahn auf das Klein Matterhorn ist eine logistische Herausforderung. Aufgrund der nahen Grenze wird darum die Bergstation von Italien aus gebaut.

Für die bessere Erschliessung des Klein Matterhorn auf fast 3900 Metern Höhe soll bis zum Start der Wintersaison 2018/2019 eine neue Bahn gebaut werden. Das Projekt sieht vor, neben der seit 1979 im Dienst stehenden Pendelbahn eine zusätzliche neue Gondelbahn zu bauen. Diese wird mit 2000 Personen pro Stunde eine weit aus höhere stündliche Transportleistung aufweisen als die bestehende Pendelbahn mit 600 Personen. «Wartezeiten von bis zu zwei Stunden sind keine Seltenheit», erklärt der Bauchef der Zermatt Bergbahnen AG, Toni Lauber. Deshalb sei der Bau der zusätzlichen Bahn bitter nötig.

Zweijährige Vorbereitung
Aufgrund der Höhe der Bergstation auf fast 4000 Metern rechnet Lauber mit
einer verminderten Arbeitsleistung während der Bauarbeiten. Hinzu komme noch der schwer einschätzbare Faktor Wetter. «Deshalb planen wir eine mehrjährige Bauzeit ein», erklärt Lauber. Alleine für die Organisation der Logistik der Bauarbeiten wurden bisher schon zwei Jahre Planung investiert. Dabei hat sich laut Lauber herausgestellt, dass der Bau der Bergstation sowie der Stütze vor der Einfahrt in dieselbe von der italienischen Seite aus logistisch sowie aus Kostengründen am einfachsten ist. «Darum bauen wir zurzeit intensiv an einer Transportbahn von Cervinia/I aus», so Lauber. Die Bahn soll noch vor Beginn der kommenden Wintersaison fertiggestellt werden. Mit dieser Bahn wird dann sämtliches Baumaterial von einem Zwischen­depot oberhalb von Cervinia aus auf die Gebirgsbaustelle auf das Klein Matterhorn transportiert. Der Bau der Talstation auf dem Trockenen Steg sowie der zwei weiteren Stützen wird hingegen von Zermatt aus organisiert.

Kein Transport per Luft
«Für die notwendigen Bewilligungen für den Bau der Transportbahn verliefen die Verhandlungen mit den italienischen Behörden unbürokratisch», sagt Lauber. Während die ersten Vorbereitungsarbeiten wie der Bau der Transportbahn zurzeit im Gang sind, wird ab nächstem Frühling «richtig» gebaut. Dann werden die Arbeiten jeweils im Winter eingestellt und im Sommer wieder aufgenommen, sodass die Bahn Ende 2018 den Betrieb aufnehmen kann. «Transporte mittels Helikopter spielten in unserer Planung aus Kostengründen und aufgrund der Lärmemissionen keine Rolle. Bei Bauarbeiten ist unser Ziel immer, dass sowohl Gäste als auch Einheimische so wenig wie möglich gestört werden», so Lauber abschliessend.

Touristisches Grossprojekt
Das Projekt kostet rund 42 Millionen Franken. Für die 3,6 Kilometer lange Strecke vom Trockenen Steg bis auf das Klein Matterhorn wird mit einer Fahrzeit von neun Minuten gerechnet. Als Bahnsystem kommt eine «3S-Bahn» der Firma «Leitner» zum Einsatz. Dabei verkehren 25 einzelne Gondeln zu je 28 Sitzplätzen auf zwei Tragseilen pro Fahrtrichtung.

Peter Abgottspon

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