Sport | Mit den SCL Tigers

Kuonen auf Playoff-Kurs

Raphael Kuonen und die SCL Tigers halten mit den besten Teams mit.
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Raphael Kuonen und die SCL Tigers halten mit den besten Teams mit.
Foto: zvg

Quelle: RZ 0

Die SCL Tigers sind das Überraschungsteam in der Schweizer Eishockey National League. Die Langnauer sammeln laufend Punkte für die Playoff-Quali. Mittendrin: der Visper Raphael Kuonen.

«Ich schaue selten auf die Tabelle und wage es nicht einmal das P-Wort in den Mund zu nehmen», sagt Raphael Kuonen (26), Stürmer der SCL Tigers. Der Visper ist bodenständig. Er ist gereift. Gestärkt in seiner Persönlichkeit. Turbulent war die Vergangenheit. Durch sie ist er der Spieler geworden, der heute im Langnauer Dress fleissig Punkte sammelt. Ein kurzer Rückblick.

Reifeprozess erlebt

Die Saison 2014 in der Nati B ist zu Ende. Raphael Kuonen weckt dank 28 Skorerpunkten in 45 Spielen das Interesse des HC Lugano. Der Transfer ins Südtessin ist ein Missverständnis. Er zieht schnell weiter, wechselt nach Fribourg. Der Durchbruch gelingt auch bei den Drachen nicht. Es folgt die Zwischenstation in Rapperswil, wo er den Abstieg in die Nati B miterlebt. Später – im Jahr 2016 – holt Langnau den verlorenen Sohn zurück. Spätestens im Herbst 2018 ist klar: Kuonen und Langnau – das passt. Eine Vertragsverlängerung ist mittlerweile nur noch Formsache. Was ist zwischen 2014 und 2018 passiert? «Vieles», so ­Kuonen, der die Zeit als Reifeprozess beschreibt. Neun Skorerpunkte hat der Stürmer in dieser Saison für Langnau bereits erzielt. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison sind es in 49 Spielen zwölf Punkte. Kuonen ist Langnaus bester Schweizer Punktesammler. «Die Skorerpunkte stärken mein Selbstvertrauen, doch grundsätzlich geht es darum, dass wir als Team Erfolg haben, nur das zählt.» Den Grund dafür, dass es zurzeit gut läuft, sieht er vor allem in der Arbeit des Trainers. «Heinz Ehlers hat einen sehr grossen Anteil an unserem guten Saisonstart», weiss er. Ehlers macht Kuonen stärker. Er setzt ihn auch oft in Überzahlsituationen ein. Ein Vertrauensbeweis, der den Oberwalliser offensichtlich stärkt. Langnau und Kuonen sind auf der Überholspur – klappt es heuer gar mit der Playoff-Quali?

Berechtigte Playoff-Chancen

In der höchsten Schweizer Eishockeymeisterschaft befinden sich zahlreiche Teams innerhalb von wenigen Punkten. Der HC Davos und Schlusslicht Rapperswil-Jona sehen die Playoff-Plätze nur noch mit einem Fernrohr, doch die restlichen zehn Teams haben allesamt berechtigte Ambitionen auf eine Top-8-Klassierung. Auch Langnau. Nach Verlustpunkten liegen die ­Tigers einen Punkt hinter Leader Biel. «Die Euphorie im Dorf ist zurzeit gross, die Leute fiebern fest mit uns mit», so Kuonen. Selten durften sich die SCL Tigers im Herbst derart grosse Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme machen. Selten zuvor war das P-Wort in dieser Phase der Meisterschaft im Emmental überhaupt ein Thema.

Simon Kalbermatten

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