Infrastruktur | Mehrere Einsprachen eingegangen

Ried-Briger laufen Sturm gegen neue Mobilfunkantenne

Eine Mobilfunkantenne in Ried-Brig gibt zu reden. Symbolbild Wilhelmine Wulff/pixelio.de 
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Eine Mobilfunkantenne in Ried-Brig gibt zu reden. Symbolbild Wilhelmine Wulff/pixelio.de 
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Quelle: RZ 0

Gegen eine geplante Mobilfunkantenne sind mehrere Einsprachen eingegangen. Einsprecher überlegen sich gar die Gründung einer IG.

Ein Baugesuch für eine neue Mobilfunkantenne 5G erhitzt die Gemüter. Allen voran die von Anwohner des dafür vorgesehenen Standorts auf dem Dach des gemeindeeigenen Feuerwehr­lokals am Dorfrand. Im Fokus: die von der Antenne ausgehende Strahlung und die damit aus Sicht der Anwohner zum heutigen Zeitpunkt «unbewiesene Unschädlichkeit». Mobilfunk in der heutigen Form werde erst seit höchstens 20 Jahren betrieben. Bilanz könne daher erst in rund 30 Jahren gezogen werden. «Wir alle nehmen demnach an einem Experiment mit ungewissem Ausgang teil», heisst es in einer der zahlreichen Einsprachen (individuell oder Sammeleinsprachen). Weiter wird die «unpräzise» Strahlungsmessung kritisiert, welche «lediglich eine Genauigkeit von +/–45 Prozent garantiert», heisst es weiter. Für allfällige weitere Schritte ist bei Einsprechern gar von einer IG-Gründung die Rede.

Betreiber und Gemeinde für Serviceausbau

Die Gemeinde ihrerseits erhält für die Standortnutzung vom Betreiber Swisscom Miete. Wie viel wollte Gemeindepräsident Urban Eyer nicht verraten. Die Gemeinde nehme die Bedenken ernst, aufgrund des absehbaren Wachstums des Dorfs sei eine Optimierung beim Mobilfunk aber unerlässlich. «Das gehört heutzutage zur Grundinfrastruktur», sagt er. Auch die Swisscom will auf die Befürchtungen eingehen und versuchen, Fragen zu beantworten. «Mobilfunk orientiert sich an gesetzliche Richtlinien, die in der Schweiz 10-mal strenger sind als in den meisten europäischen Nachbarländern», heisst es auf Anfrage. Laut WHO gebe es keinen Nachweis, dass Mobilfunkstrahlung die Gesundheit beeinträchtige. Aber: Die Forschung werde sich noch vertieft mit 5G auseinandersetzen und weitere Risiko­abschätzungen machen.

Peter Abgottspon

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