Täsch/Zermatt | Standortentscheid zu Gunsten von Zermatt gefällt

Täsch bekommt keine OS

In Täsch wird kein neues Schulhaus gebaut.
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In Täsch wird kein neues Schulhaus gebaut.
Foto: Zermatt Tourismus

Quelle: RZ 0

Die OS-Schüler von Randa und Täsch werden weiterhin in Zermatt zur Schule gehen. Die Idee einer OS in Täsch ist vom Tisch. Derweil wird in Zermatt künftig in Containern unterrichtet.

Drei von insgesamt fünf Zermatter Schulhäusern sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Dafür hat die Gemeinde in der Vergangenheit einen Architekturwettbewerb lanciert und gleich­zeitig Alternativen geprüft. Wie RZ- Leser wissen, war auch eine Auslagerung der OS nach Täsch im Gespräch. Dort wurde auch schon nach möglichen Standorten für einen Neubau gesucht. Demnach wären OS-Schüler der Schulregion (Zermatt, Täsch, Randa) künftig nicht mehr in Zermatt, sondern in Täsch zur Schule gegangen. Ein­hergehend damit hätten sich für Zermatt in den frei werdenden Schulhäusern alternative Nutzungsmöglichkeiten ergeben. Darüber abstimmen konnte der Zermatter Souverän bisher noch nicht, weil der Gemeinderat mehr Zeit für die Abklärungen benötigte.

Schweigsame Politiker

Dabei wurde der Standort Täsch eingehend geprüft und mit der Offerte Neubau Schulhaus Zermatt (Siegerprojekt «Tabula Rasa» des Architekturwettbewerbs für rund 40 Millionen Franken) verglichen. Nun ist gemäss der Zermatter Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser ein Entscheid gefallen. «Dieser wird demnächst der Be­völkerung vorgestellt und anschliessend zum Beschluss vorgelegt», sagt sie. Konkreter wurde sie aber nicht. Wie Recherchen zeigen, hat man sich mittlerweile aus Kostengründen für Zermatt und gegen Täsch entschieden. Die Gemeinde Täsch wurde bereits darüber informiert. Auf Anfrage wollte deren Präsident Mario Fuchs nichts dazu sagen. Zum weiteren Vorgehen: Stimmt der Zermatter Souverän dem Vorschlag des Gemeinderats zu, werden die drei betroffenen Schulhäuser ­«Walka» etappenweise abgerissen und neu gebaut.

Schulkinder im «Exil»

Mit Folgen für den Schulbetrieb und die rund 400 betroffenen Schulkinder: Während der vierjährigen Bauzeit werden sie im «Exil» unterrichtet. «Ein Teil der Primarschüler wird in provisorischen Containern zur Schule gehen müssen», bestätigt Biner-Hauser. Wo diese aufgestellt werden, weiss man aber noch nicht. Alternativ war in der Vergangenheit auch die tem­poräre Nutzung von bestehenden Gebäuden im Gespräch. Die Suche blieb aber erfolglos.

Peter Abgottspon

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