Brigerberg | Gemeinderatsentscheid löst Verwirrung aus

Termer geben kein Geld für Brigerberger Projekt

So soll die Seniorenresidenz aussehen.
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So soll die Seniorenresidenz aussehen.
Foto: Solanellas Van Noten Meister Architekten Zürich

Quelle: RZ 0

Für mehrere Millionen Franken soll eine «Seniorenresidenz Brigerberg» gebaut werden. Die Planungen laufen. Doch nun könnte der weitere Verlauf ins Stocken geraten. Der Grund: ein brisanter Entscheid.

Ein Projekt, grosse Emotionen, viel Geld und mittendrin ein politischer Entscheid. Der Reihe nach: Die Stiftung «Seniorenresidenz Brigerberg» will bekanntlich bis 2022 vis-à-vis dem Alters- und Pflegeheim Ried-Brig eine Seniorenresidenz mit 24 Wohnungen bauen. Diese soll Menschen möglichst lange das Wohnen in vertrauter Umgebung ermöglichen. Nebst der Vorbereitung des Baugesuchs läuft derzeit die Sicherstellung der Finanzen von maximal neun Millionen Franken. Davon wurden bereits 1,5 Millionen Franken von der Altersheimstiftung zur Verfügung gestellt, das Bauland erhält man von der Pfarrei im Baurecht. Kantonale Subventionen gibt es laut Stiftungsratspräsident Herbert Schmidhalter keine – umso mehr muss die Finanzierung ander­weitig abgedeckt werden. Dabei sollen auch die beiden involvierten Gemeinden Ried-Brig und Termen mit ins Boot geholt werden. Auch, um ein klares Zeichen für das Projekt zu setzen sowie als mögliche Initialzündung für weitere Stifter und Gönner – demnach ein durchaus symbolträchtiger Entscheid. Beide Gemeinden wurden somit angefragt, mit 150 Franken pro Einwohner Stiftungsmitglied zu werden. Für Termen sind das gut 140 000 Franken (955 Einwohner). Doch das sorgt nun für mächtig Unruhe.

Projekt auf der Kippe?

Wie zwei voneinander unabhängige Quellen ­berichten, hat der Termer Gemeinderat das Gesuch abgelehnt. Pikant: Gemeindepräsident Achim Gsponer sitzt sowohl im Stiftungsrat der Seniorenresidenz als auch des Alters- und Pflegeheims. Die Gründe für den durchaus fragwürdigen Entscheid und ob sich Termen damit vom Projekt distanziert, bleiben im Dunkeln. Gsponer war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Hinter vorgehaltener Hand wird aber gemunkelt, Termen befürchte durch den möglichen Wegzug von Senioren nach Ried-Brig steuerliche Einbussen. Zudem würden im Dorf grosse Investitionen anstehen. Auch Stiftungsratspräsident Schmid­halter gibt sich zurückhaltend. «Ich äussere mich nicht dazu.» In Ried-Brig wird der Entscheid nicht kommentiert. Der zuständige Gemeinderat Matthias Hildbrand weicht aus und lässt lediglich ausrichten, dass es sich bei der ­Angelegenheit im Ried-Briger Gemeinderat um ein laufendes Verfahren handle.

Peter Abgottspon

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