Grimentz | Gegen Kommerzialisierung von Naturräumen

Umweltverband kritisiert Mazda-Werbekampagne

Ein Cube von Mazda Schweiz kommt am Lac de Moiry zu stehen.
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Ein Cube von Mazda Schweiz kommt am Lac de Moiry zu stehen.
Foto: Mazda Schweiz

Quelle: RZ 0

Mit einem «Magic Road Trip» – einer magischen Autoreise – will Mazda die Schweiz neu ent decken und seine Marke positionieren. Die Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness lehnt solche Werbeaktionen entschieden ab.

Die Werbung verspricht einiges: Mit der neuen Werbeaktion «My Magic Road Trip» lädt Mazda Schweiz interessierte Fahrerinnen und Fahrer ein, das Reisen neu zu entdecken. Von Juli bis Oktober haben Wettbewerbsteilnehmer die Möglichkeit, mit einem Mazda CX-5 von verschiedenen Standorten aus zum Lac de Moiry, nach Adelboden oder ins Safiental zu fahren und in einem Design-Cube zu übernachten.

Umweltfreundliche Einrichtung

«Mit dieser Kampagne wollen wir einerseits unsere Marke positionieren und andererseits die Schweiz von ihrer schönsten Seite zeigen», sagt Matthias Walker, Marketing Director von Mazda Schweiz. Dabei können die Teilnehmer selbst bestimmen, auf welchen Strassen sie zum Zielort gelangen. «Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, auf existierenden Strassen ihr Ziel zu erreichen und dabei die Landschaft zu geniessen, bevor sie am Lac de Moiry bei Grimentz, in Adelboden oder im Safiental im Mazda Design-Cube übernachten können. Auch die Verpflegung ist organisiert», erklärt Walker die Strategie. Der Design-Cube ist ein frei stehendes System, das über einen Stromanschluss verfügt. Grau­wasser und Abfälle werden dabei regelmässig fachgerecht entsorgt, sodass «das Zimmer auf Zeit» nach dem Abbau nur minimale Spuren hinterlässt, die die Natur nach kurzer Zeit wieder verwischt, heisst es in einer Mitteilung von Mazda Schweiz.

Naturräume nicht kommerzialisieren

Für die Umweltorganisation Mountain Wilderness hat dieses Projekt einen schalen Nachgeschmack. «Zum einen wird mit dem Autofahren keine nachhaltige und massentaugliche Mobilität propagiert», erklärt Mediensprecher Tim Marklowski. «Zum anderen ist das Aufstellen der Cubes eine Aneignung der Landschaft für die Interessen einiger weniger.» Genauer noch: Der Cube und das «All-inclusive-Angebot» würden dazu beitragen, dass das lokale Gewerbe leer ausgehe. «Es handelt sich somit ökologisch, ökonomisch und aus ­sozialer Sicht um ein nicht nachhaltiges, für uns überflüssiges Projekt«, urteilt Marklowski. Demgegenüber betont Matthias Walker, dass die Werbekampagne nicht nur die Mobilität, sondern auch die Schönheiten der Natur ins rechte Licht rücke. «Es ist indirekt auch eine Tourismus­kampagne für das Wallis und die Schweiz. Wir machen uns nur die Strassen zunutze, die auch andere Automobilisten befahren können», erklärt der Marketing Director.

Walter Bellwald

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