Unterbäch | Die Gemeinde wehrt sich gegen die Vorwürfe

Unterbäch: Zweitwohnungsbesitzer am Pranger

Schlagzeilen sorgten für einen Generalverdacht der Zweitwohnungsbesitzer beim verschwenderischen Wasserverbrauch.
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Schlagzeilen sorgten für einen Generalverdacht der Zweitwohnungsbesitzer beim verschwenderischen Wasserverbrauch.
Foto: Archiv Mengis Media

Quelle: RZ 0

In den letzten Tagen sorgte die Gemeinde in Sachen Wasserverschwendung für nationale Schlagzeilen. Der Vorwurf wurde laut, dass die Zweitwohnungsbesitzer hauptsächlich für den hohen Wasserverbrauch verantwortlich seien. Nun setzt sich der Gemeindepräsident zur Wehr.

Unterbäch gilt als «Rütli der Schweizer Frauen». Demokratie scheint den Unterbächnern auf die Fahne geschrieben zu sein. So auch wenn es um die Sicherstellung der Wasserversorgung geht. Rückblick: Bei der vergangenen Urversammlung führte der Gemeinderat eine Konsultativabstimmung bezüglich der Einführung eines Wasserzählers durch. Das Ziel war, die Wasserverschwendung in der Gemeinde zu stoppen. «Wir haben der Urversammlung aufgezeigt, welche Kosten und Auswirkungen ein Wasserzählsystem für sie haben würden», sagt Bernhard Wyss, Gemeindepräsident von Unterbäch. Statt einer Jahrespauschale sollten die Wohnungsbesitzer einen Sockelbeitrag sowie einen Betrag pro Kubikmeter verbrauchtem Wasser bezahlen. «Die mit rund 80 Einwohnern gut besuchte Versammlung lehnte dies trotz unserer Empfehlung jedoch mit rund 75 Prozent ab», so Wyss.

Nationale Schlagzeilen

So weit, so gut. Oder doch nicht? Ein Rundschreiben der Gemeinde bezüglich des Wasserverbrauchs in Unterbäch sorgte in den letzten Tagen für nationale Schlagzeilen. Wie «20 Minuten» berichtete, wurden darin die Zweitwohnungsbesitzer als Hauptschuldige für die Wasserverschwendung ausgemacht. Statt in der Zwischensaison die Wohnung zu heizen, um die Gefahr von eingefrorenen Wasserleitungen zu senken, würde das Wasser wochenlang laufen gelassen. «Wir haben alle Wohnungsbesitzer angeschrieben», wehrt sich der Gemeindepräsident nun gegen den Vorwurf, man hätte es nur auf die fehlbaren Zweitwohnungs­besitzer abgesehen. So drohe jedem der 600 Wohnungsbesitzer eine Busse, wenn ein Fehlverhalten festgestellt werde, so Wyss weiter. Diese Klarstellung durch den Gemeindepräsidenten nimmt die Interessengemeinschaft Zweitwohnungsbesitzer (IG ZWB) Unterbäch wohlwollend zur Kenntnis. «Der Vorstand unterstützt vollumfänglich die Klarstellungen und Informationen von Herrn Wyss», lässt Pierre Kiener, Präsident der IG ZWB Unterbäch, verlauten. Der Präsident des Verbandes der Walliser Zweitwohnungsbesitzer, Nicolas Leuba, ist dennoch erstaunt über das Vorgehen der Gemeinde: «Wir haben keine Kenntnisse über die Schlagzeilen betreffend den Vorwürfen in Unterbäch. Aber wir sehen es als zielführender, wenn ein Gespräch mit den Betroffenen gesucht wird.»

Thomas Allet

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