Visp | Erste NLB-Saison für den VBC Visp

VBC Visp kämpft um Playoffplatz

Melanie Wyer (roter Dress, Nummer 1) und Séverine Giroud (6) beim Block im Match gegen Münchenbuchsee.
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Melanie Wyer (roter Dress, Nummer 1) und Séverine Giroud (6) beim Block im Match gegen Münchenbuchsee.
Foto: Stefan Lorenz

Quelle: RZ 0

Zwei Runden vor Ende der Qualiphase hat der VBC Visp nur noch mathematische Chancen auf die Qualifikation für die Playoffs. Trotzdem zieht Captain Melanie Wyer eine positive Zwischenbilanz.

Playoffs oder Playout – das ist die Frage. In der ersten NLB-Saison seiner Vereinsgeschichte hat der VBC Visp zwei Spiele vor Schluss der Vorrunde immer noch Chancen auf die Playoff-Qualifikation. Nach zwölf Runden haben die Visperinnen fünf Siege auf ihrem Konto. Nur vier Punkte trennen sie vom vierten Tabellenplatz und dem Erreichen der Playoffs. Damit wäre der Ligaerhalt, das erklärte Saisonziel, schon gesichert. Bei näherer Betrachtung erkennt man allerdings, wie schwierig es wird. Fünf Mannschaften liegen innerhalb von vier Punkten. Zwei Teams davon haben weniger Spiele auf dem Konto als die Oberwalliserinnen. Dementsprechend bleibt VBC-Visp-Captain Melanie Wyer realistisch: «Die Chancen sind sehr klein. Es müssten in den verbleibenden zwei Runden alle Mannschaften für uns spielen, damit es reicht.» Trotzdem ist Wyer zufrieden, wie das Abenteuer NLB bisher gelaufen ist: «Für viele von uns ging ein Traum in Erfüllung, einmal in der NLB zu spielen. Das ist eine tolle Erfahrung und wir geniessen es.»

Thriller gegen Schönenwerd

Besonders in Erinnerung bleibt sicher der Match gegen den aktuellen Tabellendritten Schönenwerd. Gegen die Solothurnerinnen lag Visp im Startsatz 4:14 und 14:20 zurück und musste etwa beim Stand von 21:24 auch mehrere Satzbälle abwehren. Schliesslich konnte Visp den Satz mit 28:26 für sich entscheiden. Auch im dritten Satz verwertete Schönenwerd seine Satzbälle nicht, sodass am Ende Visp den Match mit 3:0 Sätzen (28:26, 25:18, 27:25) für sich entscheiden konnte.

Grosser Niveauunterschied

«Sportlich läuft es mit fünf Siegen und sieben Niederlagen den Erwartungen entsprechend», sagt Wyer. Der Niveauunterschied von der NLB zur 1. Liga ist beträchtlich. «Leichte Eigenfehler kann man sich kaum mehr leisten, die werden sofort bestraft», so Wyer. Die Gegnerinnen in der NLB sind im Schnitt grösser und physisch stärker. Einige Konkurrenten haben ehemalige NLA-Spielerinnen oder ausländische Verstärkungen in ihren Reihen. Auf beides verzichtet der VBC Visp. «Die meisten Spielerinnen in unserer Mannschaft besuchten die Sportschule in Visp. Wir spielen schon seit Jahren zusammen», erzählt die 23-Jährige. Deshalb sei der gute Teamgeist auch die besondere Stärke des VBC Visp. Positiv ist auch das steigende
Zuschauerinteresse. So besuchen schon mal bis zu 300 Zuschauer die Heimspiele in der BFO-Sporthalle im Sand.

Etablieren in NLB

Am Samstag empfängt das Team von Trainer Marc-Antoine Boccali im letzten Heimspiel der Vorrunde den VBC Val-de-Travers. Eine Woche darauf folgt dann das letzte Vorrundenspiel gegen Gerlafingen. Die Teams auf den Rängen fünf bis acht müssen in die Abstiegspoule. Da man je nach Platzierung unterschiedlich viele Punkte in die Abstiegsrunde mitnehmen kann, zählt im Kampf um den Ligaerhalt jeder einzelne Rang. Und sich langfristig in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse zu etablieren, ist für den Verein sehr wichtig, wie Wyer betont: «Gerade die Nachwuchsspielerinnen brauchen eine attraktive sportliche Perspektive.»

Frank O. Salzgeber

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