Visp | Ligaerhalt geschafft

Visper Lions in den Playoffs

Unterstützt von einigen Dutzend mitgereisten Fans gewannen die Visper Lions das entscheidende ­Auswärtsspiel gegen Aergera Giffers mit 4:3 und schafften die Playoffs-Qualifikation. Foto Petra Carlen
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Unterstützt von einigen Dutzend mitgereisten Fans gewannen die Visper Lions das entscheidende ­Auswärtsspiel gegen Aergera Giffers mit 4:3 und schafften die Playoffs-Qualifikation. Foto Petra Carlen
Foto: Petra Carlen

Quelle: RZ 0

Die Unihockey-Damen der Visper Lions schlossen die NLB-Qualifikation auf dem fünften Platz ab und qualifizierten sich damit für die Playoffs. Der Ligaerhalt ist geschafft. Am Wochenende startet die Best-of-Three-Serie gegen Waldkirch-St.Gallen.

Die letzten Runden in der Unihockey-NLB der Damen erinnerten an einen Hitchcock-Thriller. Verschiedenste Szenarien waren möglich. Bis zur letzten Sekunde blieb unklar, wie die Qualifikationsphase enden würde. Wer schafft es in die Playoffs und wird um den Aufstieg in die NLA spielen können? Welche beiden Teams müssen den bitteren Gang in die Playouts antreten und dort um den Klassenerhalt kämpfen? Spannung pur und mitten drin die Visper Lions. Nach 15 von 18 Runden lag das Team von Trainer Jonas Gruber zusammen mit Basel Regio noch am Tabellenende. Schlecht hatte sich der Aufsteiger bis dahin aber nicht geschlagen. Nur in zwei Spielen gegen die beiden stärksten Mannschaften der Gruppe, Riders aus Rüti und Lejon Zäziwil, blieben die Lions chancenlos. Sechsmal fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung/Penaltyschiessen, nachdem in der regulären Spielzeit keine Entscheidung gefallen war. Hier zeigte der NLB-Neuling noch zu wenig Biss. Nur gegen Appenzell blieb man in der Verlängerung siegreich.

Duell der Kellerkinder

In der 16. Runde kam es dann zum Duell der Kellerkinder Basel Regio gegen die Visper Lions. Obwohl die Baslerinnen schon in der Startminute den Führungstreffer erzielten, konnten sich die Oberwalliserinnen am Ende mit 5:4 durchsetzen. Am selben Wochenende traf man mit Floorball Uri auf den nächsten direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Auch hier erwischte der Gegner den besseren Start und die Innerschweizer führten nach zwei Dritteln 2:0. Jetzt kam die grosse Stärke der Lions zum Tragen: Teamgeist und Kämpferqualitäten. So konnte im Schlussdrittel das Spiel gedreht und mit 3:2 gewonnen werden. Am vergangenen Wochenende folgte dann der Showdown in der Schlussrunde: Nur das Schlusslicht Basel Regio konnte sich nicht mehr retten. Daneben kämpften fünf Teams um die verbleibenden vier Playoff-Plätze.

Siegtreffer 90 Sekunden vor Schluss

Die Lions mussten in der letzten Runde auswärts gegen den letztjährigen NLA-Absteiger Aergera Giffers antreten. Dutzende Walliser Fans reisten mit in den kleinen Ort im freiburgischen Sensebezirk, um ihr Team zu unterstützen. Auch hier lief am Anfang nicht alles für die Oberwalliserinnen. Zehn Minuten vor Schluss lagen sie mit 2:3 im Rückstand. Damit hätten die Lions die Playoff-Qualifikation verpasst. Das punktegleiche Uri hätte in der Endabrechnung das um einen Treffer bessere Torverhältnis aufgewiesen. Angefeuert von den eigenen Supportern schafften die Lions dann noch die Wende. Verteidigerin Evelyn Jäger erzielte in Überzahl 90 Sekunden vor Spielschluss den Siegtreffer. Mit 22 Punkten erreichten die Visper Lions schliesslich den fünften Tabellenplatz. Eine Leistung, die laut Gruber nicht hoch genug einzuschätzen sei: «In den letzten Jahren schaffte es kein NLB-Aufsteiger mehr in die Playoffs.» Der Niveauunterschied von der 1. Liga zur NLB sei schon beträchtlich. «Wir haben hart an uns gearbeitet», betont Gruber. So wurde die Anzahl der wöchentlichen Trainings von zwei auf drei erhöht. Einmal pro Woche trainierte man zusammen mit den Männern. Dies alles habe sich schliesslich ausbezahlt.

«Was folgt, ist Zugabe»

Im Playoff-Viertelfinal können die vier besser rangierten Teams ihre Playoff-Viertelfinalgegner auswählen, wobei der Leader zuerst bestimmen darf. Für das viertplatzierte Waldkirch-St. Gallen blieb am Ende Visp übrig. «Dass uns als Aufsteiger kein Team zum Gegner ausgewählt hat, betrachte ich als Kompliment», sagt Gruber, «man hat Respekt vor uns.» Die Best-of-Three-Serie beginnt am Samstag mit dem Auswärtsmatch in St. Gallen. Am Sonntagabend folgt das Heimspiel in Visp. Die Lions wiesen übrigens in der Vorrunde den höchsten Zuschauerschnitt in der NLB auf. Die beiden Vorrundenspiele gingen knapp mit 3:5 und 2:4 verloren, wobei die Ostschweizerinnen jeweils ins leere Tor trafen. Der ehemalige NLA-Verein hat immer noch einige sehr starke Spielerinnen in seinen Reihen und sei deshalb zu favorisieren, Gruber betont aber, dass man gegen St. Gallen seine Chancen habe: «Wir haben unser erklärtes Saisonziel Ligaerhalt geschafft. Was folgt, ist Zugabe. Jetzt können wir befreit aufspielen und die Playoffs geniessen.

Frank O. Salzgeber

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