Werbung | Models statt Studenten auf Plakaten

Warum Stefan nicht Stefan heisst – FernUni erklärt ihre Plakatkampagne

Für ihre Plakatkampagne setzt die FernUni auf Models. Dies bringt mehr rechtliche Sicherheit.
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Für ihre Plakatkampagne setzt die FernUni auf Models. Dies bringt mehr rechtliche Sicherheit.
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Für ihre aktuelle Plakatkampagne wirbt die FernUni Schweiz mit vermeintlichen Studenten. Allerdings sind diese engagierte Models. Die Hochschule erklärt, warum man nicht auf eigene Leute zurückgegriffen hat.

Authentisch wirken sie, die Studenten der FernUni Schweiz, die derzeit von Plakaten im ganzen Land herunterlächeln und dem Betrachter erklären, dass es möglich ist, einen Job zu haben und gleichzeitig zu studieren. Der Job kann dabei durchaus anspruchsvoll und intensiv sein. David ist zum Beispiel Profifussballer, Stefan verdient sein Geld als Polizist, und auch das Muttersein stellt kein Hindernis für das Erreichen akademischer Würden dar.

Models statt Studenten

Auch Snowboard-Olympiasiegerin Patrizia Kummer, ehemalige Studentin der FernUni Schweiz, warb schon in dieser Manier für die FernUni. Doch dieses Mal ist etwas anders. Denn manche Betrachter der Plakate im Oberwallis staunten in den vergangenen Wochen nicht schlecht, als sie durch die Werbekampagne erfuhren, dass Freunde und Bekannte offenbar ihren Namen geändert und ihren Beruf gewechselt haben, plötzlich studieren und auch nicht mehr so alt sind, wie sie es am Tag zuvor noch waren.

«Die Reaktionen waren durchaus positiv»

Der Grund dafür liegt darin, dass die Fern­Uni, obwohl die Plakate anderes suggerieren, für die Plakatkampagne nicht auf Studenten aus ihren Reihen zurückgegriffen, sondern Models einer Oberwalliser Agentur engagiert hat. Liessen sich etwa unter den rund 1600 Studenten keine geeigneten Kandidaten finden, die bereit gewesen wären, ihre Begeisterung für das Angebot der FernUni mit dem ganzen Land zu teilen?

Abbild der Studentenschaft

«Ziel der Kampagne ist es, das Kern­angebot der FernUni aufzuzeigen, und zwar die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren», sagt Melanie Truffer, Kommunikationsverantwortliche der FernUni Schweiz. «Zusammen mit einer Agentur haben wir uns dafür entschieden, dass die Kampagne zeigen soll, wer unsere Studenten sind.» In der Folge sei man das Studentenverzeichnis durchgegangen, um zu eruieren, welchen Berufen die Studenten nachgehen würden. «Dabei haben wir zum Beispiel festgestellt, dass bei uns viele Polizisten studieren», führt Truffer aus. «Folglich haben wir entschieden, dass das Sujet Polizist in unserer Kampagne vorkommen soll, gleich wie beispielsweise das des Profisportlers.»

Rechtliche Sicherheit

Für die bildliche Umsetzung habe man dann eine Oberwalliser Modelagentur und einen Fotografen engagiert, so die Kommunikationsverantwortliche der FernUni Schweiz weiter. «Das hat halt den grossen Vorteil, dass so Fragen nach Bildrechten und Datenschutz automatisch geklärt sind und die Kampagne so rechtlich abgesichert ist», nennt Melanie Truffer den Hauptgrund, weshalb für die Kampagne auf Models zurückgegriffen wurde. «Zudem sind professionelle Models gewohnt, dass ihr Gesicht auf Plakaten im ganzen Land zu sehen ist, was bei Laien in diesem Bereich, wie unseren Studenten, vielleicht schlussendlich doch zu Irritation hätte führen können.»


Kein negatives Feedback

Aufgrund der Tatsache, dass man für die aktuellen Sujets auf Models aus der Region zurückgegriffen habe, sei man sich natürlich bewusst gewesen, dass es gewisse Reaktionen geben werde, da die Models im Oberwallis natürlich vielen Leuten bekannt seien, so Truffer. «Dennoch wollten wir deshalb nicht extra auf eine Deutschschweizer Agentur zurückgreifen, sondern lieber ein ortsansässiges Unternehmen unterstützen.» Natürlich sei sie auf die Kampagne angesprochen worden, so Melanie Truffer weiter. «Die Reaktionen waren aber durchaus positiv.»

Martin Meul

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