Visperterminen | Nach Unwetterschäden im Januar

Wer zahlt die Schäden in Visperterminen?

Im Januar haben auf der Strasse nach Visperterminen Unwetter grosse Schäden verursacht.
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Im Januar haben auf der Strasse nach Visperterminen Unwetter grosse Schäden verursacht.
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Wer kommt für die Millionenschäden auf, welche Unwetter im Januar in Visperterminen verursacht haben? Die Gemeinde sucht nach Lösungen.

«Ein solches Ereignis gab es in diesem Ausmass bisher noch nie», heisst es in einem Infoblatt der Gemeinde Visperterminen. Was ist passiert? Aufgrund der extremen Niederschläge und des Wärmeeinbruchs Anfang Januar gab es in Visperterminen grosse Schäden. Davon betroffen waren Flurstrassen, Wege und Trockenmauern (vor allem in den Reben). «Die Schadensumme beläuft sich auf circa 4,5 Millionen Franken», sagt Fredy Heinzmann, Gemeindeschreiber von Visperterminen. Das ist ein grosser und unvorhersehbarer Betrag für ein überschaubares Bergdorf. Die Gemeinde ist nun bemüht, die Finanzierung sicherzustellen.

Unterstützung vom Kanton?
Die Gemeindeverwaltung hat diesbezüglich Kontakt mit dem Kanton und dem Bund aufgenommen. «Der Kanton Wallis hat den Lead und erstellt seinerseits einen Kontakt zum Bund», erklärt Heinzmann. Die grössten (Finanzierungs-)Brocken sind: die Sanierung diverser Rebmauern (2,3 Millionen Franken), Flurstrassen
(800 000 Franken) sowie die Instandstellung der Infrastruktur an den Orten, wo vier grosse Murgänge die Folge einer Schlechtwetterperiode waren (1,2 Millionen Franken). «Dies sind die Schäden, die subventionsberechtigt sind», sagt der Gemeindeschreiber. Deswegen hoffe man darauf, dass sich der Kanton und der Bund an den Kosten beteiligen. Während der Bund seinen finanziellen Support bereits zugesichert hat, erwartet man vom Kanton Wallis diesbezüglich eine Rückmeldung bis im Juni. Grund der Verzögerung: Das Parlament muss erst einem Zusatzkredit zustimmen.

Zeitdruck wegen Rebstöcken
Abzüglich der erhofften Subventionsbeträge bleiben Restkosten in der Höhe von einer Million übrig. «Rund ein Drittel davon müssen die betroffenen Privaten selber tragen», sagt Heinzmann. Um die schätzungsweise 600 000 bis 700 000 Franken zu stemmen, für welche die Gemeinde aufkommen muss, wurde die Patenschaft für Berggemeinden kontaktiert. «Wir warten nun auf eine Rückmeldung», sagt der Gemeindeschreiber. Sollte die Patenschaft für Berggemeinden keine finanzielle Hilfe leisten, gäbe es noch weitere gemeinnützige Organisationen, welche Visperterminen anfragen würde. Während bei der Gemeinde für die Sicherstellung der Finanzierung wohl erst in einigen Monaten Klarheit herrscht, spürt sie bei der Wiederinstandsetzung der Infrastruktur einen Zeitdruck. «Bald stossen die ersten Reben, deshalb sehen wir uns gezwungen, die Zufahrtsstrassen in die Reben sicherzustellen», so Heinzmann.

Simon Kalbermatten

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