Termen | Anwohner stellt Schutzprojekt «Feldgraben» infrage

Wirbel um Wasserleitung

Klaus Graf beim «Feldgraben» in Termen, an welchem derzeit gearbeitet wird.
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Klaus Graf beim «Feldgraben» in Termen, an welchem derzeit gearbeitet wird.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Die Arbeiten am Schutzprojekt «Feldgraben» sorgen für Unmut. Ein Anwohner stellt die Arbeiten infrage und befürchtet bei Hochwasser das Schlimmste für das Dorf.

«So wie es gemacht wird, wäre wahrscheinlich besser, wenn man gar nichts machen würde», sagt Klaus Graf. Der 80-Jährige wohnt neben dem besagten «Feldgraben» und besitzt eine weitere Parzelle, welche sich ebenfalls direkt daneben befindet. Weil für die Massnahmen Rohre mit verschiedenen Durchmessern zur Anwendung kommen, stellt er grundsätzlich den Sinn der Arbeiten infrage. «Bei Hochwasser staut sich doch vor dem engen Rohr das Wasser und das anliegende Wohngebiet wird vom Schwall Wasser unweigerlich überflutet», so Graf. Um das geht es: Der natürliche «Feldgraben» beginnt in der Region Rosswald oberhalb von Termen, quert das Dorf und mündet bei Naters in den Rotten. Überschüssiges oder nicht gebrauchtes Wasser fliesst darin ab. Derzeit wird an den entsprechenden Hochwasserschutzmassnahmen gearbeitet: Teils wird der Graben angepasst, teils werden Rohre verlegt. Diese sind aber laut Graf nicht überall gleich dick. So sei ein Rohr in einem Abschnitt über einen Meter dick, weiter unten im Wohnquartier andere mindestens die Hälfte dünner. «Offenbar wird mit entsprechend viel Wasser gerechnet, sonst bräuchte es das grosse Rohr schon gar nicht. Umso unverständlicher ist es, dass weiter unten weitaus kleinere verwendet werden», so Graf. Im Abschnitt zwischen den zwei besagten Rohren fliesst das Wasser offen.

Gemeinde macht sich keine Sorgen

Grafs Kritik bezieht sich aber nicht nur auf den Bereich im Dorf. Auch weiter oben bei der Simplonstrasse, unter welcher der «Feldgraben» verläuft, seien unterschiedliche Rohre verwendet worden. Auch da sieht Graf bei einem Naturereignis Staugefahr und ein Risiko für das Siedlungsgebiet. Derweil verweist die Gemeinde als Bauherr auf das Fachwissen der Planer, welche ihrerseits die unterschiedlichen Rohrdurchmesser bestätigen. «Bei den kleineren Rohren wird das in sehr seltenen Fällen überschüssige Wasser in einem definierten Korridor oberflächig abgeleitet, welcher wo nötig beidseits mit Schutzdämmen oder mobilen Dammbalken gesichert wird», sagt der Projektingenieur Stephan Werlen. Weiter unten fliesse das überschüssige Wasser dann über die Quartierstrasse und weiter in den bestehenden Graben.

Peter Abgottspon

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