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Chance – nicht Ausverkauf der Heimat

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Seit Längerem schon engagieren sich ausländische Investoren flächendeckend im Ferienland Schweiz. Bekannt ist der Ägypter Samih Sawiris, der in Andermatt ein ganzes Resort buchstäblich aus dem Boden stampft. Der Staatsfonds des Golfemirats Katar baut für über eine halbe Milliarde Franken ein ganzes Hoteldorf auf dem Bürgenstock im Kanton Nidwalden. Der kürzlich verstorbene deutsche Milliardär Karl-Heinz Kipp kaufte sich Fünfsternehäuser in Arosa, Ascona und St. Moritz. Der österreichische Multimillionär Peter Pühringer steckte gut 250 Millionen Franken in die Totalrenovation des Park-Hotels in Vitznau. Zahlreiche Schweizer Traditionshäuser wie beispielsweise der Schweizerhof in Bern, das Palace in Luzern, das Victoria Jungfrau in Interlaken oder das Montreux Palace befinden sich in ausländischem Besitz. Mittlerweile werden die Hälfte der rund 90 Schweizer Fünfsternehäuser von internationalen Besitzern kontrolliert. Jetzt planen arabisch-deutsche Investoren auch auf der Riederalp ein Fünfsterneresort (siehe Artikel oben). Für ausländische Investoren ist ein Schweizer Luxushotel an bester Lage eine der sichersten langfristigen Kapitalanlagen. Wer dabei Angst vor einem Ausverkauf der Heimat hat, vergisst, dass viele für die Schweiz identitätsstiftende Hotels überhaupt nur dank dieser ausländischen Investitionen weiter betrieben werden können. Auch internationale Investitionen schaffen Arbeitsplätze und generieren Wertschöpfung. Sie sind für die Schweiz ein zentraler Faktor für Wirtschaftswachstum und Wohlstand, was auch das Staatssekretariat für Wirtschaft bestätigt. Aufgrund der Standortgebundenheit der Objekte sind Investitionen in Hotels nachhaltig, denn diese können, im Gegensatz zu anderen Branchen, später nicht einfach ins Ausland transferiert werden. Wem ein Hotels gehört, ist letztlich nicht entscheidend. Wichtig ist seriöses Engagement und Leidenschaft für die traditionelle Hotellerie. Davon können am Ende alle profitieren.

Frank O. Salzgeber

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