Sicherheit | Quartierpolizei-Einsatz in Visp geht zu Ende. Polizeichef zieht erste Bilanz

«Es braucht einen zweiten Durchgang»

Bürgernähe. Die Visper Polizei ist mit einem mobilen Polizeiposten im Einsatz in der Sonnenstrasse (Visp West).
1/1

Bürgernähe. Die Visper Polizei ist mit einem mobilen Polizeiposten im Einsatz in der Sonnenstrasse (Visp West).
Foto: zvg

Quelle: WB 28.09.18 0
Artikel teilen

Die Visper Gemeindepolizei war von Mai bis September erstmals mit mobilen Posten in verschiedenen Quartieren unterwegs, um die Anliegen der Menschen vor Ort zu erfahren. Letzten Donnerstag endete die erste Saison der Quartierpolizei. Nächstes Jahr soll das Projekt erneut durchgeführt werden.

«Die Leute freuen sich, wenn wir mit einem mobilen Polizeiposten ins Quartier kommen», sagt Daniel Bürki, Leiter Sicherheit der Gemeinde Visp. So komme man ins Gespräch. Es könne aber auch sein, dass Anwohner in einem Aussenquartier einfach froh sind, dass die Polizei da ist, auch wenn sie die Polizisten nicht ansprechen. Hinter dem Einsatz steckt laut Medienmitteilung der Gemeindepolizei auch die Idee, die präventiven Patrouillen durch die Mithilfe der Bevölkerung gezielt auf die erkannten Problemfelder anzusetzen und Schwerpunktkontrollen an exponierten Örtlichkeiten durchzuführen.

«Interesse variiert je nach Ort»

Das Interesse der Passanten variiere je nach Örtlichkeit: «Es sind vielleicht zwischen zwei und 30 Personen, die uns ansprechen. Wir waren mit den mobilen Posten gezielt in ganz Visp unterwegs, um zu sehen, wo es sich vom Interesse her lohnt, vor Ort zu sein. So können wir die Durchführung im nächsten Jahr noch gezielter planen.» So war man etwa beim Schwimmbad, in den Kleegärten, beim Schulhaus Sand, im Chatzuhüs, in Visp West oder beim Schulhaus und beim Einkaufszentrum in Eyholz im Einsatz.

Im Winter würde die Aktion genauer analysiert, aber für gewisse Erkenntnisse brauche es noch einen zweiten Durchgang. Die Form der Präsenz bleibe dabei aber bestehen: VW-Bus-Einsatzfahrzeug, Stehtisch, Sonnenschirm und Informationsmaterial zu Themen wie Einbruchsicherung, Kriminalitäts- oder Verkehrsprävention.

Kleinere Probleme

Oft seien es die kleineren Dinge, welche den Leuten wichtig sind, die sie beschäftigen und die sie dann der Polizei gegenüber ansprechen, wenn sie, weil die Polizei vor Ort ist, die Gelegenheit dazu haben, so Bürki weiter. «In der Sonnenstrasse wurde uns etwa ein Loch in einer Strasse in der Nähe gemeldet, das Radfahrer behindern könnte. Da kam es gerade gelegen, dass wir da standen. Wer weiss, ob die Person uns sonst auch kontaktiert hätte.» Und weiter: «Durch unsere mobilen Polizeiposten haben wir Zeit, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, Anliegen aufzunehmen und Massnahmen in die Wege zu leiten.»

Solche Alltagsprobleme seien typisch für diese Art des Polizeieinsatzes. Es werde einem vieles zugetragen, aber meistens gehe es nicht um grosse kriminelle Angelegenheiten: «Diejenigen, die zum Beispiel jemanden herumschleichen sehen und Angst haben, es könnte sich um einen Einbrecher handeln, die kontaktieren in der Regel die Polizei. Aber wenn sie etwas nervt, denken die Leute manchmal, dass ihr Anliegen nicht wichtig sei.» Genau deshalb rücke man aus, weil man diese Dinge sonst vielleicht gar nicht mitbekomme: «Auch Leute, die sich mit ihren kleineren Problemen vielleicht manchmal von der Polizei vernachlässigt fühlen, erreicht man unter Umständen genau so, wenn man raus in die Quartiere geht. Das nennt man bürgernahe Polizeiarbeit: nicht warten, sondern aktiv werden.» Es gehe letztlich darum, die Polizei für die Bürger greifbar zu machen.

Einer der zwei Gemeindepolizisten, die am Donnerstagnachmittag mit ihrem mobilen Posten beim Pulverturm im Litterna-Quartier stehen, ist überzeugt von der Aktion, denkt aber, dass die Quartierpolizei in grösseren Städten besser ankommt und mehr bewirkt, weil der Bedarf in einem solchen Umfeld grösser ist. Bürki kennt das Projekt Quartierpolizei aus seiner Zeit in Olten: «Ob es hier bei uns auch zum Erfolgsmodell wird, wird sich zeigen. Jetzt müssen wir erst einmal ein eingehenderes Resümee ziehen.»

Marcel Theler
28. September 2018, 17:33
Artikel teilen

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

  • Hier ansehen.
  • Newsticker
  • Meistgelesen
  • 20:00 Ab morgen ein neues News-Portal für das Oberwallis
  • 19:45 Polizei löst Party auf
  • 17:00 Eine Region – ein News-Portal
  • 16:21 Update: Flächenbrand in Törbel verläuft glimpflich
  • 12:47 Staubtrockene erste Aprilhälfte
  • 09:58 Türkischer Präsident Erdogan lehnt Rücktritt seines Innenministers ab
  1. Raiffeisen-Forum
  2. «Es braucht einen zweiten Durchgang»
  3. Wann reisst der Geduldsfaden?
  4. «Der Imageschaden wird sich in Grenzen halten»
  5. Ferien für arme Kinder
  6. Photobastei in Zürich schliesst nach acht Monaten ihre Türen
Aktuelle Verkehrsmeldungen

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Mateo Alonso HartmannLia MäusliAmelie Andereggen
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

    Täglich informiert mit dem WB-Newsletter!
  • Jetzt registrieren unter: www.1815.ch/newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Logo WalliserBote
  • Walliser Bote - Stellen
  • Walliser Bote - Immobilien
  • Walliser Bote - 5 Liber
  • Walliser Bote - Fahrzeuge
  • Walliser Bote - Diverses
  • Walliser Bote - Erotik
Logo Rhonezeitung
  • Rhone Zeitung - Inserate
  • Rhone Zeitung - 5 Liber
  • Rhone Zeitung - Baby Galerie - Kostenlos

Publikationen 2020

  • WB Publikationen 2020 [PDF]
  • RZ Publikationen 2020 [PDF]
Tweets von @1815_online
Rotten Verlag News

Kultur Wallis

    mehr

    Kursangebote

    Fehler beim laden der XML Datei

    mehr

    Das Walliser Erlebnismagazin

    Bergluft

    • Bergluft Nr. 30 [PDF]
    • Bergluft Nr. 29 [PDF]
    • Bergluft Nr. 28 [PDF]
    • Bergluft Nr. 27 [PDF]
    • Bergluft Nr. 26 [PDF]
    • Bergluft Nr. 25 [PDF]
    • Bergluft Nr. 24 [PDF]
    • Bergluft Nr. 23 [PDF]
    «Es braucht einen zweiten Durchgang» | 1815.ch
    • Login
    • ePaper
    • Babies
    • Umfragen
    • Videos
    • Bilder
    • Wetter
    • Suchen
    • 1815 Märt
    • Abo
    • Werbung
    • Newsletter
    • Impressum
    • Kontakt
    • Leser-Reporter
    Mengis Gruppe: Pomona Media AG
    Rotten Verlags AG
    Alpmedia AG
    1815.ch
    Wetter-Cam
    : °/°
    • Login
    • Abo
    • Werbung
    • Newsletter
    • Kontakt
    • Leser-Reporter
    • Babies
    • Umfragen
    • Bilder
    • Videos
    • Sie sind hier:
    • Home
    • News
    • Newsletter
    • wb
    • «Es braucht einen zweiten Durchgang»

    Sitemap

    Impressum

    NEWS

    • Wallis
    • Schweiz
    • Ausland
    • Sport

    ABONNEMENTS

    • Aboservice
    • Alle Aboangebote
    • Probeabo
    • Ferienumleitung
    • Adresse ändern

    VERLAG & SERVICES

    • Regio Info
    • RSS
    • Werbung
    • Tarifdoku: WB, RZ, 1815

    MENGIS GRUPPE

    Pomonastrasse 12
    3930 Visp
    Tel. +41 (0)27 948 30 30
    Fax. +41 (0)27 948 30 31
    • Kontakt

     

    • Mengis Druck und Verlag AG
    • Rotten Verlags AG
    • Alpmedia AG

    © 2026 Mengis Druck und Verlag AG - Alle Rechte vorbehalten | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | AGB Abo | AGB Werbung | AGB 1815.club | AGB Rotten Verlags AG

    Website by update AG, Zürich