Trinkwasser | Heidadorf feiert Jubiläumsjahr unter dem Motto «dem Wasser entlang»

Hundert Fahnen flattern rund um den Gibidumsee

Idyllisch. Rund um den Gibidumsee flattern hundert Fahnen im Wind.
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Idyllisch. Rund um den Gibidumsee flattern hundert Fahnen im Wind.
Foto: Walliser Bote

Quelle: WB /map 0

VISPERTERMINEN | Ein ungewöhnliches Bild bietet sich dem Betrachter ­derzeit am Gibidumsee oberhalb von Visperterminen: Auf 2193 Metern über Meer flattern hundert ­sogenannte 5-Elemente-Fahnen im Wind.

«Wir haben die Fahnen bewusst am Gibidumsee aufgestellt: Damit sie in Bewegung bleiben», erklärt Vroni Bittel mit Verweis auf die im Wind flatternden 5-Elemente-Fahnen und den ganz speziellen Klang, den sie dabei erzeugen. «Ausserdem bietet sich einem hier oben ein einzigartiger Ausblick auf die Oberwalliser Bergwelt, und der See ist für jedermann gut erreichbar.»

Vroni und Meinrad Bittel sind die Initianten des Terbiner 5-Elemente-Sommerprojekts. «Auf unseren Reisen in weniger wohlhabende Länder wird uns immer wieder bewusst, dass sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist», sagen die beiden. «Deshalb wollten wir ein Zeichen für die wichtige Res­source Wasser setzen und den Betrachter auf diese Thematik hin sensibilisieren», ergänzt Meinrad Bittel. «Ich stelle mir vor, dass sich die Leute ein wenig Zeit nehmen, um den See herum sitzen und über die Bedeutung des Wassers philosophieren.»

Fahnen von Hand ­verknüpft
Nachdem der Gemeinderat von Visperterminen dem 5-Elemente-Projekt des Ehepaars Bittel spontan zugestimmt hatte, gings ans Werk. Am Samstag, 16. Juni, haben die beiden rund um den von der Suone Heido gespeisten Gibidumsee, wo eine Woche zuvor noch Schnee lag, gemeinsam mit einem befreundeten Paar Masten im Abstand von je zehn Metern ­platziert. Insgesamt wurden 1,5 Tonnen Eisen montiert. Die Fahnen, original aus Nepal und von allerbester Qualität, habe man in sorgfältiger Handarbeit mit den Eisenstangen verknüpft. «Wir wurden dabei interessiert beobachtet und immer wieder auf unsere Tätigkeit angesprochen», freuen sich die Bittels.

Genau hundert Fahnen stehen nun also «dem Wasser entlang», passend zum Jubiläum hundert Jahre Trinkwasserversorgung, das die Gemeinde Visperterminen diesjährig unter ebendiesem Motto feiern darf. «Schön, dass jemand das Thema Wasser gerade in diesem für unser Dorf erfreulichen Jubiläumsjahr aufgreift», äussert sich Brunnenmeister Andreas Zimmermann zum Projekt und gibt zu bedenken: «Gleichzeitig ist es ein wichtiger Fingerzeig: Als Konsumenten gehen wir im Alltag viel zu unbedacht mit der wichtigen Ressource Wasser um.»

2000 Jahre alter Heido
Der Heido ist wahrscheinlich das älteste Wässerwasser der Schweiz und soll über 2000 Jahre alt sein, weiss der Brunnenmeister zu berichten. Er wurde damals vor allem von der Quelle vom Blausee gespeist. Aber erst nach der Eröffnung des Mutjitunnels im Jahr 1916 erfreuten sich die Terbiner über ausreichend Wässerwasser. Man sprach nun auch vom Trinkwasser, und die Gemeinde baute das erste Reservoir. Dies war die Geburtsstunde der Trinkwasserversorgung von ­Visperterminen.

Um die Jahre 1935 bis 1940 wurden schliesslich die ersten Häuser mit einer Wasserleitung versorgt. 1970 wurde das Reservoir Bawald gebaut. Die bestehenden Leitungen wurden zum Teil durch neue ersetzt. Manche der hundertjährigen Leitungen sind aber noch heute in Betrieb. In den Jahren 1987 bis 1990 kamen die Reservoirs Waldjini und Hoflüo dazu. Das aktuelle Jubiläumsjahr soll im Rahmen verschiedener Aktivitäten gebührend begangen werden, so Yvan Studer, Präsident von Heidadorf Visperterminen Tourismus.

Brunnen sollen saniert werden
Am 29. September besteht an der Rundwanderung «dem Wasser entlang» für alle Inte­ressierten die Möglichkeit, das Trinkwassernetz der Gemeinde zu besichtigen. Im ersten Stock oberhalb des Bistros «Home from Home» ist ab dem 1. August bis Ende Jahr eine Ausstellung zum selben Thema zu ­sehen.

Entlang der Wanderwege im Gemeindegebiet finden sich eine Vielzahl an Brunnen, viele davon in die Jahre gekommen und beschädigt. Symbolisch zum 100-Jahr-Jubiläum hat die Gemeindeverwaltung entschieden, einen ersten Brunnen im Verlauf des Jahres zu ersetzen. In den kommenden Jahren sollen nach und nach weitere ­saniert werden.

Manuela Pfaffen

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