IT | UNO-Areal mit rund 1600 Arbeitsplätzen war Ende September zwei Tage lang geschlossen

Cyberattacke auf den Genfer UNO-Sitz

Genfer UNO-Direktion wollte weder die Ursache noch den Schaden nennen.
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Genfer UNO-Direktion wollte weder die Ursache noch den Schaden nennen.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Der Hauptsitz der UNO in Genf war Mitte September Ziel einer Cyberattacke. Dies zeigen Recherchen der «Handelszeitung».

Als Folge musste die UNO gewisse IT-Server komplett neu starten und Programme neu laden. Das UNO-Areal mit rund 1600 Arbeitsplätzen war Ende September zwei Tage lang geschlossen, die Zugangstore waren verriegelt. Kein Telefon ging, die Lifte waren eingestellt, das interne Datennetz unterbrochen. Die Unterhaltsarbeiten seien «kritisch und dringend», erfuhren die Mitarbeitenden per Mail. Wer trotzdem arbeiten wollte, musste dies von zu Hause aus tun. Nach Abschluss wurden alle Mitarbeiter aufgefordert, neue Passwörter zu setzen.

Was die Ursache war, bleibt geheim. Die Genfer UNO-Direktion wollte auf Anfrage weder die Ursache noch den Schaden nennen. Sie bestätigte, dass ein «gewisser dringender Unterhalt an der IT-Infrastruktur am 28. und 29. September» nötig war und dazu führte, dass «interne Netzwerke zeitweilig ausser Betrieb» waren. UNO-Mitarbeiter berichteten von externen Mails, die sie rund zwei Wochen zuvor erhalten hatten, die ihre Passwörter offenlegten.

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