Coronavirus | Infektionszahlen steigen weiterhin an. Trotzdem ein Hoffnungsschimmer?

Infektionskurve in der Schweiz flacht ab

Die Schweiz weist mit 266 Fällen pro 100
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Die Schweiz weist mit 266 Fällen pro 100'000 Einwohnern eine der höchsten Neuansteckungsraten auf. (Symbolbild: Apotheke)
Foto: mengis media/Andrea Soltermann

Quelle: SDA 0

In der Schweiz ist die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen innerhalb eines Tages um 547 auf 22'789 Fälle gestiegen. Die Abflachung der Infektionskurve bestätigt sich.

Die Zahl Neuinfizierter liegt am Mittwoch am dritten Tag in Folge unter 600 (Montag: 552, Dienstag: 590). Nach täglich rund 1000 neu gemeldeten Fälle in den vergangenen Wochen scheint die Kurve der Infizierten in der Schweiz damit abzuflachen. Letzte Woche betrug die Zahl am Freitag 1036, am Samstag 975 und am Sonntag 822.

Der Anstieg ist zwar nicht mehr so stark, die Zahl der Infektionen steigt jedoch weiterhin stetig an. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist die Schweiz eine der höchsten Raten an Neuansteckungen in Europa auf. Die Inzidenzen belaufen sich auf 266 Fälle pro 100'000 Einwohner. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind die Kantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt weiterhin am stärksten von der Pandemie betroffen.

Die Kantone meldeten am Montag insgesamt 842 Tote, 57 mehr als am Vortag. Dies ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die sich auf die offiziellen Angaben der Kantone stützt. Das BAG gab am Mittwoch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in seinem Situationsbericht mit 705 an.

Von den Toten waren laut BAG 63 Prozent Männer. Die Altersspanne der verstorbenen Personen betrug 32 bis 101 Jahre. 98 Prozent der Toten litten zuvor an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck (65 Prozent), Herz-Kreislauferkrankungen (56 Prozent) und Diabetes (29 Prozent).

Fast 172'000 Tests

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Covid-19 beläuft sich bisher insgesamt auf rund 171'938 davon fiel das Resultat bei 15 Prozent der Fälle positiv aus.

Die Altersspanne für die laborbestätigten Fälle betrug 0 bis 105 Jahre. Der Median betrug 53 Jahre, das heisst 50 Prozent der Fälle waren jünger, 50 Prozent älter. 47 Prozent der Fälle waren Männer, 53 Prozent Frauen. Erwachsene waren deutlich mehr betroffen als Kinder. Bei Erwachsenen ab 60 Jahren waren Männer häufiger betroffen als Frauen, bei Erwachsenen unter 60 Jahren Frauen häufiger als Männer.

Mindestens 2622 Covid-19-Patienten wurden hospitalisiert. Von den 2265 Personen, von denen Daten vorliegen, hatten 87 Prozent mindestens eine relevante Vorerkrankung. Die drei häufigsten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Bei den hospitalisierten Personen waren die drei am häufigsten genannten Symptome Fieber (67 Prozent), Husten (65 Prozent) und Atembeschwerden (40 Prozent). Ausserdem lag bei 44 Prozent eine Lungenentzündung vor.


NACHRICHTENÜBERBLICK NATIONAL

Grünes Licht für weiteren Notkredit

Wegen der grossen Nachfrage stockte der Bundesrat den Verpflichtungskredit für Bürgschaften vergangene Woche auf insgesamt 40 Milliarden Franken auf. Die Finanzdelegation (FinDel) hat nun einen weiteren Vorschuss in Höhe von 10 Milliarden Franken bewilligt.

Damit hat sie bis heute insgesamt 30 der 40 Milliarden Franken für Covid-19-Solidarbürgschaften als dringlich anerkannt und genehmigt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Die Bürgschaftsgenossenschaften des Bundes können ab sofort Darlehen bis zur neuen Maximalhöhe von 30 Milliarden Franken verbürgen.

Gestützt auf das Finanzhaushaltgesetz kann der Bundesrat bei Dringlichkeit - wenn die Ausführung eines Vorhabens keinen Aufschub erträgt - die Ermächtigung schon vor der Bewilligung des erforderlichen Verpflichtungskredites erteilen. Dazu braucht es die Zustimmung der FinDel.

Laufende Erhöhung

Die Überbrückungskredite während der Coronakrise werden dem Parlament zur nachträglichen Genehmigung unterbreitet. Es entscheidet im Rahmen der ausserordentlichen Session vom 4. bis 8. Mai darüber.

Insgesamt haben die Unterstützungsmassnahmen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie momentan ein Volumen von über 60 Milliarden Franken. Neben den Überbrückungskrediten sind die Kurzarbeitsentschädigung und Kredite für Massnahmen zugunsten der Arbeitslosenversicherung weitere wichtige Posten.

Weitere Beträge dürften dazukommen. Derzeit wird hinter den Kulissen beispielsweise über einen Kredit für Fluggesellschaften oder eine Entschädigung für weitere Selbstständige diskutiert. Entscheide dazu sind in den nächsten Tagen und Wochen zu erwarten.

System funktioniert

Die FinDel hörte am Dienstag nach eigenen Angaben Finanzminister Ueli Maurer, Wirtschaftsminister Guy Parmelin, Innenminister Alain Berset und Verteidigungsministerin Viola Amherd an. Danach beschloss sie in der Gesamtabwägung, aufgrund der Dringlichkeit weitere 10 Milliarden Franken sofort freizugeben.

Die vom Bund verbürgten Bankdarlehen entsprächen einem Bedürfnis der kleineren und mittleren Unternehmen, welche unter den Folgen des Coronavirus litten, heisst es in der Mitteilung. Das innert kürzester Zeit aufgebaute System sei funktionsfähig. Die Gelder kämen rasch und unbürokratisch bei den Unternehmen an.

Aufgrund der grossen Anzahl an Kreditanträgen könnten die Kredite bereits in der laufenden Woche ausgeschöpft sein, weshalb eine erste Tranche des beantragten Zusatzkredits freigegeben werden müsse. Die FinDel erwartet vom Bundesrat, dass er die verbleibenden 10 Milliarden Franken wenn immer möglich dem Parlament im ordentlichen Verfahren unterbreitet.

Trübe langfristige Prognosen

Die Finanzdelegation teilte weiter mit, dass sie die eingeleiteten Massnahmen zur Bekämpfung von Kreditmissbräuchen begrüsse. Die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Verwaltungseinheiten und der der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) funktioniere grundsätzlich gut.

Besorgt zeigt sich die FinDel über die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Coronakrise. Sie befürchtet "eine massive Einschränkung des finanzpolitischen Spielraums des Bundes". Aus finanz- und wirtschaftspolitischer Sicht sei wichtig, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten nach und nach wiederaufgenommen werden könnten.

Die FinDel ersucht den Bundesrat, den Finanzkommissionen bis Ende April die aktuellen finanzpolitischen Perspektiven, die Auswirkungen auf die Schuldenbremse sowie mögliche Szenarien zur Reduktion der in den nächsten Jahren prognostizierten enormen Belastung für den Bundeshaushalt aufzuzeigen.


Post und Onlinehandel finden Lösungen für Engpässe bei Paketversand

Die enorme Zunahme der Bestellungen im Onlinehandel in der Corona-Krise haben bei der Post zu Engpässen bei der Paketzustellung geführt. Handel und Post haben daher gemeinsam Entlastungsmassnahmen beschlossen.

Im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) und unter der Federführung der Post einigten sich am Dienstag Spitzenvertreter von Handel, Logistik und Sozialpartner am runden Tisch auf ein Massnahmenpaket.

Der gemeinsame Kraftakt ermögliche es, dass die Menschen weiterhin sicher zu Hause bleiben könnten, versorgt seien und gleichzeitig das Versorgungssystem bis auf Weiteres in der Schweiz aufrechterhalten bleibe, heisst es in einer Mitteilung der Post und der anderen Partner aus Versand- und Detailhandel vom Mittwoch.

Paketzentren als Nadelöhr

Das Nadelöhr ist die Paketmenge, die von den Post-Mitarbeitenden in den Paketzentren verarbeitet werden müssen. Aufgrund der Vorgaben zum Social Distancing kann nämlich die Anzahl der Beschäftigten trotz der grossen Mengen nicht beliebig erhöht werden.

Entlastung bringen soll ein Bündel an Massnahmen. So soll die Verarbeitung von kleinen Paketen künftig verstärkt über die Logistikkette des Briefversandes erfolgen. Mehrere Schweizer Paketdienstleister und Logistiker stellen einen Teil ihrer Sortier- und Transportkapazitäten der Post zur Verfügung.

Mit dem System Click&Collect sollen zudem die online bestellten Waren vermehrt in den offenen Verkaufsstellen der Händler und in den Postfilialen abgeholt werden können. Die Händler übernehmen auch für die Post einen Teil der Vorsortierung, etwa nach Grösse und Destination.

Je nach Entwicklung der Paketmengen und der Situation in der Schweiz sei jedoch zu erwarten, dass weitere Massnahmen in den nächsten Wochen notwendig würden, heisst es in der Medienmitteilung.

Der Personalverband transfair teilte in einem Communiqué mit, weitere Massnahmen dürften nicht auf Kosten der Angestellten erfolgen. Eine erhöhte Wochenarbeitszeit gehe nicht an. Dass das System nicht mehr nachkomme, liege an den Transport- und Platzkapazitäten der Paketzentren.

Kontingente eingeführt

Am vergangenen Freitag hatte die Post die Reissleine gezogen und mitgeteilt, dass die 100 grössten Paketauftraggeber mit Kontingenten belegt würden. Sie könne die Paketflut sonst nicht mehr bewältigen.

Der Verband des Schweizerischen Versandhandels hatte sich alarmiert gezeigt. Verschiedene Online- und stationäre Händler hätten unterdessen ihre Kapazitäten aufgestockt oder verlagert, um der steigenden Online-Nachfrage Herr zu werden. Nun würden diese Bemühungen innert Tagesfrist in Frage gestellt.


Kreditkartenbetreiber erhöhen Kontaktlos-Limite auf 80 Franken

Mastercard, Visa, Postfinance und American Express erhöhen die Limite für kontaktloses Zahlen ohne PIN-Eingabe "bis auf Weiteres" von 40 auf 80 Franken. Damit soll es den Kunden möglich sein, grössere Beträge zu bezahlen, ohne ein Bezahlterminal anzufassen.

Die Erhöhung gelte für alle kontaktlosen Zahlungen, egal ob mit Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte, heisst es in einem Communiqué von Mastercard vom Mittwoch. Bis Mitte April werden demnach sämtliche Schweizer Kartenherausgeber und Händler ihre technische Infrastruktur sowie die Bezahlterminals anpassen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir so rasch eine einheitliche Lösung für die gesamte Zahlungsindustrie gefunden haben", wird die Schweiz-Chefin von Mastercard, Daniela Massaro, in der Mitteilung zitiert. Alle Karteninhaber könnten sich darauf verlassen, dass überall die gleiche Höhe der Limite gelte, so Massaro.

Zuvor war die Limite bereits in diversen europäischen Ländern erhöht worden.


Coronavirus kann indirekt auch Trinkwasser gefährden

Das Coronavirus ist zwar nicht über das Trinkwasser übertragbar, kann es aber indirekt gefährden. So sollten vorübergehend ungenutzte Trinkwasserinstallationen in Gebäuden gut durchgespült werden, wie der Schweizerische Verband das Gas- und Wasserfachs (SVGW) am Mittwoch in Erinnerung rief.

Durch die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen hätten im März schweizweit Schulen, Sportanlagen, Schwimmbäder, Wellnessareale und andere Gebäude geschlossen werden müssen oder ihre Nutzung sei stark eingeschränkt worden.

Wenn die Trinkwasserverteilsysteme nun über Wochen nicht in Betrieb seien, erhöhe sich durch die vermehrte Stagnation des Trinkwassers das Risiko für einen Legionellenbefall sowie für den übermässigen Aufwuchs von anderen Mikroorganismen.

Deshalb sollten alle drei Tage die Hähne im Gebäude nacheinander vorzugsweise von unten nach oben ganz geöffnet werden, um das in den Leitungen liegende Kalt- und Warmwasser während mindestens 30 Sekunden abfliessen zu lassen. Die Zirkulationspumpe müsse während der gesamten Zeit in Betrieb sein.

Von einer Abschaltung der Energiezufuhr wird abgeraten: Das Abkühlen des Installationsmaterials könne zu Undichtigkeiten bei den Leitungsverbindungen und in der Folge zu Wasserschäden führen.

In Ausnahmefällen sei zu prüfen, ob die gesamte oder ein Teil der Gebäude-Trinkwasserinstallation kalt und warm abgesperrt und die Zirkulationspumpe abgeschaltet werden könne. Die Vorgehensweise bei einer Stilllegung und Absperrung sei gemeinsam mit der Wasserversorgung und mit einem Sanitärinstallateur festzulegen.

Aus hygienischen und korrosionstechnischen Gründen wird von einem Absperren und Entleeren der Gebäude-Trinkwasserinstallation abgeraten. Lediglich bei Frostgefahr seien davon betroffene Leitungen abzusperren und zu entleeren, schreibt der SVGW weiter.


Schokoladenhersteller befürchten keine Rohstoffknappheit

Auch wenn die Coronapandemie noch eine Weile anhalten würde, droht der Schweizer Schokoladenindustrie so schnell kein Kakaomangel. Die Rohstoffe für das "braune Gold" werden allerdings teurer.

Über 60 Prozent des weltweiten Kakaos wird in den beiden westafrikanischen Nachbarländern Elfenbeinküste und Ghana angebaut. Sie beliefern die Schweizer Schokoladenhersteller derzeit noch mit ausreichend Kakao.

Ein Mangel würde aber auch dann nicht so schnell drohen, wenn die beiden Länder oder auch kleinere Kakaoexporteure eine Weile nicht liefern könnten, wie mehrere Schokoladeproduzenten gegenüber der Nachrichtenagentur AWP erklärten. Denn Kakao ist lange haltbar. Wenn die Vorratskammern gefüllt sind, können die Fabriken problemlos eine Weile weiterproduzieren.

Zucker und Milch, ebenfalls wichtige Grundzutaten für die (Milch-)Schokoladenproduktion, gibt es laut dem Verband Schweizerischer Schokoladeproduzenten Chocosuisse derzeit ebenfalls genug. Sie stammen zudem meist aus dem Inland, womit die Lieferwege kurz sind.

Bei anhaltender Krise höhere Preise möglich

Der Import von Rohstoffen, dazu gehören bei der Schokoladenherstellung zum Beispiel auch die Nüsse, ist derzeit ebenfalls gewährleistet, er wird aber durch die restriktiven Ein- und Ausfuhrbedingungen vieler Länder erschwert. Das treibt die Rohstoffpreise für die Schokoladenproduktion in die Höhe.

Auf den Konsumentenpreis dürfte sich das im Moment noch nicht direkt auswirken, wie es bei Chocosuisse heisst. Die grossen Hersteller verkaufen meist nicht direkt an die Endverbraucher, sondern an Detailhändler. Diese wiederum legen die Konsumentenpreise fest.

Während die Rohstoffpreise bei grossen Fabriken einen grossen Kostenanteil ausmachen, geben kleinere Manufakturen an, bei ihnen sei in erster Linie die Herstellung und weniger der Rohstoffpreis der Hauptkostentreiber.

Rezession droht

Sollten die Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie allerdings länger anhalten und die Rohstoffpreise weiter steigen, könnten die höheren Kosten unter Umständen nicht mehr durch die Marge abgefedert werden. Dann wären je nach Markt auch Preiserhöhungen bei den Endprodukten nicht ausgeschlossen. "Eine globale Rezession ist in aller Munde, das ist natürlich für eine stark exportorientierte Branche wie die unsere ein negatives Vorzeichen", so Chocosuisse-Chef Urs Furrer.

Dass es bei einer Rezession signifikante Preisänderungen bei der Schokolade geben könnte, glaubt Matthias Bachmann, Geschäftsführer der Confiserie Bachmann, allerdings nicht: "Niemand möchte sich mit zu hohen Preisen ins Abseits befördern, das wäre dann ja kontraproduktiv in einer Zeit, in der die Kaufkraft leidet."


"Crypto Valley" leidet heftig unter Coronakrise

Das vor allem im Kanton Zug beheimatete "Crypto Valley" war lange Zeit das Schweizer Vorzeigemodell für Unternehmergeist und Innovationskraft. Nun steht die gesamte Schweizer Blockchain-Szene aufgrund der Coronakrise mit dem Rücken zur Wand.

Die Corona-Krise hat existenzbedrohende Auswirkungen auf bereits am Rande der Wirtschaftlichkeit agierende Startups aus dem "Crypto Valley". Der Branchenverband Swiss Blockchain Federation schlägt daher nun Alarm: Gemäss einer Umfrage unter den Jungunternehmen sehen sich knapp 80 Prozent von der Insolvenz bedroht.

Hauptgrund der prekären Lage vieler Blockchain-Firmen: Sie kommen für die vom Bund zur Verfügung gestellten Covid-19-Hilfskredite kaum oder gar nicht in Frage. Nun droht der Kollaps weiter Teile des Blockchain-Ökosystems der von Bundesrat Ueli Maurer ausgerufenen "Krypto-Nation" Schweiz.

Keine Hilfskredite

Die Umfrage unter 203 Unternehmen ergab, dass rund 80 Prozent der befragten Firmen angeben, in den nächsten sechs Monaten höchstwahrscheinlich insolvent zu gehen. Eine mit 88 Prozent noch höhere Prozentzahl ist der Ansicht, die Corona-Krise ohne staatliche Hilfe nicht zu überstehen.

Bereits mehr als die Hälfte der Befragten habe zudem bereits Mitarbeitende entlassen müssen und gut 90 Prozent gaben an, dies Entlassungen in Zukunft wohl nötig seien. Dies auch, weil mehr als zwei Drittel der Start-ups, die Covid-Kredite beantragten, diese nicht erhalten hätten, hiess es dazu.

Die Vergabepolitik von Hilfskrediten beruht auf den Umsätzen sowie den Lohnsummen. Zwei Faktoren die bei Startups meist tiefer ausfallen als bei bereits etablierten Firmen. Dies hat zur Folge, dass Darlehen entweder sehr tief ausfallen oder überhaupt nicht genehmigt werden.

Hoffen auf Politik

Der Branchenverband verweist zudem darauf, dass in der jetzigen Situation kaum neue Investitionen getätigt werden. In Zeiten des Anlagenotstand waren wohl viel mehr Risikokapitalgeber bereit, ihr Geld in Blockchain-Startups zu stecken. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten werden sich viele Investoren aber nun zweimal überlegen, ob sich ein Startup wirklich halten kann, um in Zukunft Rendite zu erzielen.

Zumal vielen Geschäftsmodellen, die sich der Blockchain-Technologie verschrieben haben, noch immer ein in der Realwirtschaft umsetzbarer Nutzen fehlt. Das Hoffen auf die Politik wird nun zur Geduldsprobe: Ohne finanzielle Unterstützung sei das "Crypto Valley" bald ein "Death Valley". Es bleibe daher zu hoffen, dass die Politik sich den dringendsten Fragen aus dem Crypto Valley annehme.

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