Energie | Neue Studie zeichnet positives Bild, Verband der Energiebranche relativiert

«Mit Wasserkraft lässt sich viel Geld verdienen»

Der entwässerte Stausee in Emosson bei Finhaut im Mai 2012. Der Stausee wurde vollständig entwässert, um Wartungsarbeiten durchzuführen. (Themenbild)
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Der entwässerte Stausee in Emosson bei Finhaut im Mai 2012. Der Stausee wurde vollständig entwässert, um Wartungsarbeiten durchzuführen. (Themenbild)
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 0

In der «NZZ am Sonntag» wird heute über eine neue Studie zur Wasserkraft berichtet. Resultat: «Die meisten Kraftwerke machen Gewinn.»

Das Energieberatungsunternehmen Enterprice hat dafür zehn Wasserkraftwerke untersucht, die im vergangenen Jahr «gut 20 Prozent des Schweizer Wasserstroms» produziert haben. Die Firmen böten «einen guten Querschnitt der Wasserkraftbranche», so die Verantwortlichen von Enterprice. Enterprice-Geschäftsführer René Baggenstos kommt auf dieser Grundlage zum Schluss, «dass mit der Wasserkraft viel Geld verdient werden kann».

Bei acht von zehn Kraftwerken resultierte ein Gewinn

Die Produktionskosten und Abgaben würden sich zwar teilweise «enorm stark» unterscheiden, trotzdem hätten acht von zehn Firmen positive Resultate erwirtschaftet. Noch besser stellt sich die Situation dar, wenn nur operative Kosten wie Personal oder Material berücksichtigt, Abschreibungen hingegen nicht einberechnet würden: «Diese Kosten lagen bei allen Werken deutlich tiefer als der Preis, der am Markt für Wasserenergie erzielt werden konnte.»

Als Vergleichsbasis habe Enterprice «einen durchschnittlichen Marktpreis des letzten Geschäftsjahres» genutzt, der nicht für alle Stromunternehmen repräsentativ sei. «Trotzdem sorgten viele der Kraftwerke auch in schwierigeren Zeiten für schöne Gewinne», wird Baggenstos in der «NZZ am Sonntag» zitiert. Im letzten Geschäftsjahr hätten die Firmen von höheren Preisen an der Börse profitiert.

Baukosten verschlingen viel Geld

Für Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) stelle sich die Situation der Wasserkraft besser dar, aber nicht gut. Die Strompreise hätten sich «nur leicht» erholt. Die Wasserzinsen seien weiterhin «starr, zu hoch und belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wasserkraft».

Ein weiterer Schwachpunkt sei das fehlende Stromabkommen mit der EU. Und: Die Kosten für den Betrieb eines Kraftwerks seien tatsächlich tiefer, dafür seien die Kapitalkosten hoch, «denn der Bau von Kraftwerken verschlingt viel Geld», ist in der «NZZ am Sonntag» zu lesen.

Zudem sei man vonseiten des VSE skeptisch gegenüber der Repräsentativität der Untersuchungsergebnisse. In der Vergangenheit seien diese für die gesamte Schweizer Wasserkraft nicht repräsentativ gewesen.

tma

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