Mobilität | Für 2,6 Millionen Reisenden, die am 1. August ein Halbtax-Abo besitzen

SBB-Halbtax-Kunden erhalten Gutschrift von 15 Franken

Andreas Meyer, CEO SBB, spricht am Dienstag während der Bilanzmedienkonferenz der SBB in Bern.
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Andreas Meyer, CEO SBB, spricht am Dienstag während der Bilanzmedienkonferenz der SBB in Bern.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Wegen des guten SBB-Ergebnisses im letzten Jahr erhalten Halbtax-Kunden eine Gutschrift von 15 Franken und einen Gutschein von 20 Franken für einen Klassenwechsel. Darauf haben sich die SBB und der Preisüberwacher geeinigt.

Profitieren von der Gutschrift können die 2,6 Millionen Reisenden, die am 1. August in Besitz eines Halbtax-Abos sind, wie die SBB und der Preisüberwacher in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag mitteilten. Der Betrag werde bis spätestens Ende November 2019 automatisch auf das Kundenkonto überwiesen.

Die Gutscheine für den Klassenwechsel werden allen Halbtax-Kunden im Mai 2019 per Post zugestellt. Sie können bis zum 31. Januar 2020 am Schalter oder im Fernverkehr direkt beim Zugpersonal eingelöst werden. Im letzteren Fall entfalle der ansonsten geltende Mindestbetrag. Damit seien auch spontane Klassenwechsel möglich.

SBB-Kunden, die am 31. Dezember ein Strecken- Modul- und Ausflugs-Abo besassen, erhalten per Post einen Gutschein von 100 Franken. Dieser kann bis am 31. Januar 2020 für jede Transportleistung oder in der Bordgastronomie eingelöst werden.

Definitiv abgeschafft wird die GA-Hinterlegungsgebühr von 10 Franken. Die Branche und der Preisüberwacher hatten sich wegen der Senkung der Mehrwertsteuersenkung im letzten Jahr darauf geeinigt, zwischen März 2018 und Februar 2019 auf die Gebühr zu verzichten.

Ausserdem wird das Kontinent der Sparbillette 2019 massiv erhöht. Die SBB wollen im laufenden Jahr 100 Millionen Franken dafür einsetzen. Wird das Rabattziel um mehr als 13 Millionen Franken verfehlt, muss die SBB den Halbtax-Reisenden den Differenzbetrag gutschreiben.

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Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert

Preissenkungs-Wirrwarr statt klare Preispolitik

Die SBB treiben ihre verwirrende Preispolitik mit Preissenkungen, Rabatten, Sparbilletten und Gutscheinen auf die Spitze, heisst es am Dienstag in einer Mitteilung der Stiftung Konsumentenschutz. «Statt klare, verständliche und einheitliche Preise zu schaffen, prasselt ein Feuerwerk an unterschiedlichen Ermässigungen und Gutscheinen mit unterschiedlichen Fristen auf die Kundschaft nieder», so die Verantwortlichen. Diese Preisgestaltung werde viele Reisende verwirren und zu Recht verärgern. Viele Gutscheine wüden weiterhin ungenutzt verfallen.

 

Der Konsumentenschutz bedauere, dass die SBB und der Preisüberwacher nicht Wege gefunden haben, um die Reisenden auf eine einfache, nachvollziehbare Art und Weise vom guten SBB-Ergebnis profitieren zu lassen. Von Sparbilletten könnten nur jene profitieren, welche ihre Billette online lösen und Gutschriften – etwa für den Klassenwechsel – würden oft ungenutzt verfallen.

Reisende im öffentlichen Verkehr hätten bereits genügend Schwierigkeiten, sich mit den Billettautomaten und den verschiedenen Tarifen und Verbunden zurechtzufinden. Das Fazit der Konsumentenschützer: «Mit ihrer Preispolitik erschweren die SBB dies noch zusätzlich – dabei sollten die Preissenkungen eigentlich Freude bereiten.» pd/tma

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