Dorfkultur | GV des Kultur- und Fördervereins AA+

«Altes Albinen plus» will wirkliche Werte schaffen

Mehr als Stroh dreschen im «Pfäristadel»: Gemeinderat Marcel Hermann (links) überbrachte AA+-Präsident Franziskus Hermann einen Modellstadel-Bausatz zum Nachbauen.
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Mehr als Stroh dreschen im «Pfäristadel»: Gemeinderat Marcel Hermann (links) überbrachte AA+-Präsident Franziskus Hermann einen Modellstadel-Bausatz zum Nachbauen.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Der Kultur- und Förderverein «Altes Albinen AA+» zeigte auch im achten Jahr seines Bestehens keine Ermüdungserscheinungen, wie die Generalversammlung am Ostermontag bewies.

An der GV im Mehrzweckgebäude «Schwelli», an der rund 40 der 121 Mitglieder teilnahmen, mahnte AA+-Präsident Franziskus Hermann bei allem Tatendrang auch zur Besonnenheit: «Von der Idee über die Planung bis zur Realisierung eines Projektes braucht es viel Geduld, Ausdauer und Vernetzungsarbeit. Es darf nicht unser Ziel sein, so schnell wie möglich etwas in die Tat umzusetzen, sondern wir müssen darauf bedacht sein, wirkliche Werte zu schaffen.»

Wichtige Investitionen

Das hat der Verein, wie der Jahresbericht des Präsidenten illustrierte, auch im vergangenen Jahr erfolgreich getan. Von der Matinée mit dem Albiner Schriftsteller Rolf Hermann im April über den Folkloreabend mit dem Konzert von Jean-Marc Briand und seiner Band «Walliser Seema» im August und die Herbstaustellung zum Thema Jagd im «Rosutrukelti» bis zum «Abusitz» mit Sagenerzähler Basil Mathieu im November im Rahmen der ersten von zwei Albiner Stern-Nächten ohne Strassenbeleuchtung, war Monat für Monat wieder einiges auf der kulturellen Fuhr.

Gleichwohl konnte AA+ gemäss dem Rechnungsbericht von Finanzchef Conrad Zengaffinen ein beträchtliches finanzielles Polster zulegen. Diese Reserven sind nötig, denn im laufenden Jahr wird AA+ unter anderem rund 60'000 Franken allein in den Endausbau des «Pfäristadels» investieren.

Werk- und Bildungsplatz

Der mitten im Dorf gelegene «Pfäristadel», dessen Ausbau schon seit zwei Jahren im Gange ist, soll kein verstaubtes Museum werden. Es soll weiterhin ein Raum der Arbeit bleiben. Das in Albinen lancierte Projekt "Modellstadel" vom Naturpark Pfyn-Finges will Franziskus Hermann mit weiteren Partnern wie etwa der Schule Leukerbad zu einem Bildungsangebot ausbauen.

So könnten Schülerinnen und Schüler in Albinen der alten Walliser Zimmermannskunst nacheifern und im Roggenzentrum Erschmatt den Weg vom Korn zum Brot nachvollziehen. Den Modellbausatz dazu, der bisher im Burgerhaus platziert war, hat Gemeinderat Marcel Hermann an der GV mit dem Dank der Gemeinde dem Kultur- und Förderverein überbracht.

Albert Chavaz in Albinen

Für 2018 hat sich AA+ wieder viel vorgenommen. So beteiligt sich der Verein an der Realisierung des «EGGUWEG – Kräuter und Kultur erleben», der am 7. Juli eröffnet wird. Weiter vorangetrieben werden die Projekte «Trockenwiesen und -weiden TWW Praadelaschä» und «Kulturlandschaft Dietu».

Am 30. September wird Rolf Hermann an einer Matinée aus seinem Buch lesen. Dazu gibts wiederum einen Folkloreabend am 4. August und einen Abusitz am 9. November. Neu ist der Vereinswerktag am 13. Oktober, beim Rastplatz in «Oberdietu», und die Betiligung am 1. Albiner «Hännumärt» am 20. Oktober. Und dann wartet im Herbst noch ein ganz besonderer Austellungs-Höhepunkt: Vom 7. September bis am 26. Oktober werden in Albinen exklusive, unverkäufliche Bilder aus dem Nachlass des 1990 in Sitten verstorbenen Kunstmalers Albert Chavaz zu sehen sein.

pd/map

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