Migration | Wallis hinter Tessin am zweitmeisten rechtswidrige Aufenthalte

Deutlich weniger illegale Grenzübertritte im Jahr 2017

Deutlich weniger als im Tessin. Im Wallis wurden 2017 insgesamt 4755 rechtswidrige Aufenthalte registriert.
1/1

Deutlich weniger als im Tessin. Im Wallis wurden 2017 insgesamt 4755 rechtswidrige Aufenthalte registriert.
Foto: wb

Quelle: SDA 0

Das Schweizerische Grenzwachtkorps (GWK) hat im vergangenen Jahr insgesamt 27'300 rechtswidrige Aufenthalte in der Schweiz registriert. Das sind rund 44 Prozent weniger als im Jahr 2016. In 17'526 Fällen wurden die illegal eingereisten Personen wieder weggewiesen.

Im Juli verzeichnete das GWK mit über 3000 Fällen die meisten rechtswidrigen Aufenthalte, wie aus der am Montag veröffentlichten Jahresstatistik des GWK hervorgeht. Im Vorjahresmonat wurden noch über 7400 illegale Grenzübertritte registriert.

Den Grossteil der rechtswidrigen Aufenthalte haben die Grenzwächter an der Südgrenze registriert. Die Anzahl Fälle ging aber deutlich zurück: 2017 wurden im Tessin 15'106 rechtswidrige Aufenthalte festgestellt. Im Jahr 2016 waren es noch 33'844 Fälle.

An zweiter und dritter Stelle folgen das Wallis mit 4755 und die Grenzwachtregion Basel mit 3084 rechtswidrigen Aufenthalten. Die Statistik weist nicht die Anzahl Personen aus, sondern die Anzahl Fälle, da weggewiesene Personen oft mehrmals einzureisen versuchen. Sie erscheinen bei jeder Anhaltung erneut in der Statistik, womit die Zahlen der rechtswidrigen Aufenthalte und Wegweisungen höher liegen als die Zahl der angehaltenen und weggewiesenen Personen.

Weniger Anlandungen in Italien

Ein Grund für den deutlichen Rückgang ist, dass die Zahl der Anlandungen in Italien seit Juni 2017 stark zurückgeht, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte.

Am häufigsten seien demnach im vergangenen Jahr Westafrikaner aus Guinea, Nigeria und Gambia aufgegriffen und weggewiesen worden. Aber auch Somalier und Ivorer tauchen in der Statistik oft auf. Im Jahr 2016 stammten die meisten illegal eingereisten Personen noch aus Eritrea.

Das liegt laut SEM daran, dass das System der Hotspots für Flüchtlinge in Italien weiterhin gut funktioniere. Alle anlandenden Personen werden registriert und der grösste Teil von ihnen stelle in der Folge in Italien ein Asylgesuch. Dies traf 2017 im Gegensatz zu den Vorjahren auch auf Eritreer zu, wie es weiter heisst.

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

Heute im WB

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Deivid Rodrigo Miranda DuarteJulian ZurbriggenLeo Magic
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Rotten Verlag News

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31