Medien | «Werbemarkt-Krise» bringt rote Zahlen

Entlassungen bei «Canal9»

Werbeeinnahmen 15 Prozent unter den Erwartungen.
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Werbeeinnahmen 15 Prozent unter den Erwartungen.
Foto: Walliser Bote

Quelle: 1815.ch 0

In den letzten Jahren befand sich der Walliser Fernsehsender «Canal9» mehrfach in einer finanziell schwierigen Situation. Zurzeit sieht es nicht besser aus. Es mussten bereits Entlassungen ausgesprochen werden.

Die Mitarbeiter von «Canal9» haben letzte Wochen in einem internen Rundschreiben erfahren, dass der Sender in finanziellen Schwierigkeiten steckt und Sparmassnahmen durchgeführt werden müssen, so berichtete die Online-Ausgabe von «Le Temps» am Freitag.

Präsident Olivier Dumas bestätigte gegenüber der Plattform, dass «in den letzten Tagen zwei oder drei Entlassungen» vorgenommen werden mussten. Es sei ausserdem nicht auszuschliessen, dass in den kommenden Wochen oder Monaten weitere folgen. «Wir wissen nicht, wie sich der Anzeigenmarkt zum Jahresende entwickeln wird», so Dumas weiter. Die Werbeeinnahmen lägen 15 Prozent unter der Veranschlagung für 2019. Die deutschsprachige Redaktion ist von den Sparmassnahmen nicht direkt betroffen, allerdings sollen künftige Abgänge nicht mehr ersetzt werden.

Gemäss «Le Temps» hat «Canal9» schon seit einigen Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mithilfe einer im Jahr 2014 lancierten Werbekampagne mit namhaften Walliser Persönlichkeiten wie Oskar Freysinger oder Léonard Giannada sollten die Zuschauer dazu animiert werden, drei Franken pro Monat für «Canal9» zu bezahlen. Im ersten Jahr erwirtschaftete der Sender 400 000 statt der erhofften 600 000 Franken. Aufgrund dessen sah man sich gezwungen, interne Massnahmen zu ergreifen, um die Kosten um rund 600 000 Franken zu senken, was zu Entlassungen von Teilzeitangestellten führte. Darüber hinaus wurden natürliche Abgänge nicht ersetzt.

Seit 2014 habe man beim Sender trotz der prekären Situation versucht, drastische Massnahmen möglichst zu verhindern. Allerdings, so schreibt «Le Temps» weiter, habe die Erhöhung des Gebührenanteils von 4,1 auf 4,9 Millionen Franken Anfang dieses Jahres dem Sender nicht dazu geführt, schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Zukunft von «Canal9» scheint gemäss «Le Temps» jedoch bis auf weiteres gesichert. Aufgrund der erhaltenen TV-Gebühren sei man auf jeden Fall in der Lage, den Zuschauern Inhalte bereitzustellen. Der Sender will sich aber nicht mit dem Minimum zufriedengeben und hofft auf weitere Einnahmen durch Programmsponsoring oder Werbung.

tma/pan

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