Heliodome

In Erschmatt entsteht ein Sonnenhaus

In Erschmatt entsteht derzeit der erste Heliodome.
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In Erschmatt entsteht derzeit der erste Heliodome.
Foto: Screenshot SRF

Der Prototyp steht in Frankreich.
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Der Prototyp steht in Frankreich.
Foto: Screenshot SRF

Quelle: 1815.ch 0

In Erschmatt entsteht das erste Heliodome der Welt, wie «10vor10» am Freitagabend berichtete. Es handelt sich dabei um ein futuristisches Sonnenhaus, dessen Form sich aus der kombinierten Jahres- und Tageslaufbahn der Sonne ergibt. Bisher existierte das Heliodome nur als Prototyp in Frankreich.

Der Möbelschreiner Herbert Lötscher überrascht immer wieder mit innovativen Ideen. Mit seiner Wellnessliege «Chairbert» etwa wurde er an der Design Messe vergangenen Jahres gar mit einem Award ausgezeichnet.

Nun wagt sich der 50-jährige Walliser an ein neues Projekt und baut das erste Heliodome der Welt in Erschmatt. Auf die Idee dazu stiess er, als er den Erfinder Eric Wasser laut «10vor10» an der internationalen Möbelmesse in Köln kennenlernte.

«Die Sonne ist der Architekt dieses Hauses, es ist eine dreidimensionale Sonnenuhr», erklärt Lötscher das Konzept des Heliodomes gegenüber «10vor10».

Einfaches Prinzip

Das Prinzip hinter dem Sonnenhaus ist einfach: Durch seine Lage und Bauart nimmt das Gebäude im Winter die Sonnenergie auf und bleibt im Sommer vor ihr geschützt. Es bietet damit eine kostenlose Heizung im Winter und eine natürliche Kühlung im Sommer.

Zudem ist das Heliodome ein bioklimatisches Haus aus Holz, Glas und Beton und wird damit den gegenwärtigen Herausforderungen bezüglich des Energieverbrauchs und der CO2-Emmission gerecht. Durch die Form lässt sich 80 Prozent des Energiebedarfs im Vergleich zu einem herkömmlichen Haus einsparen.

Jahrelange Tüftelei

Der Erfinder des Heliodomes, der 57-jährige Eric Wasser, tüftelte jahrelang an der geometrischen Form des Gebäudes. «Schon die Urzeiten haben sich mit der Sonne beschäftigt, weshalb sollte es nicht möglich sein, anhand der Sonnenwege ein Gebäude zu machen, ein Volumen auszudrücken», so Wasser gegenüber «10vor10».

Im Jahr 2000 liess er die Form patentieren. 2003 wurde er vom damaligen französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy dafür ausgezeichnet, an der Erfindermesse in Genf erhielt er 2005 den Schweizer Solarpreis. 2008 hatte er schliesslich das nötige Geld zusammen, um den Prototypen des Heliodomes in Frankreich zu bauen.

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