Architektur | Lichtdesign-Preis 2017 für St. Jodern Kellerei
Ins rechte Licht gerückt
Abgeräumt. Das Büro «Bauatelier 12» aus Visp zusammen mit den verantwortlichen Lichtplanern der Reflexion AG aus Zürich.
Foto: Bettina Theisinger
Mannheim. Einmal mehr rückt die St. Jodern Kellerei ins Scheinwerferlicht: Diesmal auf der Bühne des Deutschen Lichtdesign-Preises 2017 am Abend des 11. Mai.
Im imposanten Setting des Mannheimer Trafowerks durften sich das Architekturbüro «Bauatelier 12» aus Visp zusammen mit dem Zürcher Lichtplanungsbüro Reflexion vor 500 Gästen über die Auszeichnung in der Kategorie Shopbeleuchtung freuen.
Der Deutsche Lichtdesign-Preis soll die steigende Bedeutung des Lichtdesigns in der Architektur verdeutlichen. Dabei berücksichtigt die Jury sowohl ästhetische als auch technische Belange der eingereichten Projekte. Bei der Bewertung orientiert sich die Jury an einem Kriterienkatalog und begutachtet jede anhand von Fotos und Beschreibungen in die Vorauswahl gelangte Immobilie vor Ort. Der Deutsche Lichtdesign-Preis wurde in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen. Veranstalter ist das Fachmagazin «Highlight» der Hüthig GmbH in Heidelberg. Mehr als 120 Projekte wurden eingesandt und von der sechsköpfigen Jury geprüft. Vergeben wird der Preis in elf Kategorien.
Das Lichtkonzept der St. Jodern Kellerei in Einklang mit dem neuen, auf einer Hangschulter thronenden Erweiterungsbau spielte eine tragende Rolle. Besonders die Einfachheit und Prägnanz überzeugte die Jury. Speziell entwickelte Pendelleuchten mit massiven, gegossenen Glasabdeckungen erhellen im Innern das markante Gewölbe des Barrique-Kellers wie auch den angrenzenden Loungebereich und bilden in ihrer Materialität und Haptik eine Reminiszenz an die edlen Weinflaschen. Eine kleinere, als Wandleuchte ausgebildete Version erzeugt eine dezente, warme Hinterleuchtung der massiven Eichenfässer. Im neuen Eichensaal schafft ein Kunstwerk aus über 1500 Weinflaschen eine erhabene Stimmung. Im Aussenbereich unterstreicht der schmale Schein kleinerer quadratischer Glaswürfel die als Anlehnung eines Rebberges konzipierte Fassade und lässt deren filigrane Struktur bis weit ins Tal sichtbar erstrahlen.
wb








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