Wirtschaft | Wegen des grossen Tourismussektors

«Wallis wird sich später als der Schweizer Durchschnitt erholen»

Das Wallis wird bei einer Normalisierung der Lage länger haben, finanziell wieder auf die Beine zu kommen, sagt Daniel Rotzer, Chefökonom der WKB.
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Das Wallis wird bei einer Normalisierung der Lage länger haben, finanziell wieder auf die Beine zu kommen, sagt Daniel Rotzer, Chefökonom der WKB.
Foto: mengis media/Archiv

Quelle: 1815.ch 1

Laut dem Chefökonom der Walliser Kantonalbank, Daniel Rotzer, wird das Wallis nach einer Normalisierung der Lage länger mit der Erholung beschäftigt sein.

Die Schweizer Wirtschaft spürt die Massnahmen, welche zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffen wurden. Die Behörden in Sitten werden derzeit von Kurzarbeitsgesuchen regelrecht überrannt. Auch die Arbeitslosigkeit im Wallis steigt an. Der Chefökonom der Walliser Kantonalbank, Daniel Rotzer, sieht für Mitte Woche eine Beruhigung. «In der letzen Märzwoche gingen rund 750'000 Gesuche für Kurzarbeit ein. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Lage bald entspannen wird.»

Daniel Rotzer, Chefökonom WKB, zur aktuellen wirtschaftlichen Situation während Corona. (Quelle: rro)

Anders sieht das mit der Wirtschaftsentwicklung aus. Denn für diese prognostiziert Rotzer ein Negativwachstum. «Die Wirtschaftsentwicklung im Wallis ist mit der Tendenz in der Schweiz zu vergleichen. Das Wallis wird gleichermassen betroffen sein. Darum wird der Kanton 2020 ein Negativwachstum aufweisen.» Weil aber das Wallis im Verhältnis zur Schweiz den grösseren Tourismussektor habe, werde das Wallis noch mehr darunter leiden. «Das Wallis erholt sich bei einer Normalisierung der Situation später als der Schweizer Durchschnitt», so Rotzer.

Derzeit sieht es nicht danach aus, dass der Bundesrat die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie nach dem 19, April lockert. Doch wie lange hält die Geldbörse der Regierung diesen stand? «Mit dem Massnahmenpaket von 20 Milliarden Franken, welches der Bundesrat geschnürt hat, kann die Regierung zwei Monate Arbeitslosengeld bezahlen.» Aufgrund der tiefen Verschuldung aber könne sich die Schweiz eine solche Situation über mehrere Monate leisten. Das Problem liege jedoch nicht darin, sondern an der global vernetzen Volkswirtschaft. «Für viele europäische Länder wird es schwierig, diesen Shutdown finanziell länger aufrechtzuerhalten. Falls sich die Situation bis im Herbst nicht beruhigt, kommt es zu schwereren wirtschaftlichen Schäden.»

Rotzer rechnet aber damit, dass sich die Situation im Sommer entspannt: «Das zweite Quartal wird von starken Umsatzeinbussen betroffen sein. Wenn wir in diesem Quartal mit einem Einbruch von 10 Prozent der Wirtschaftsleistung rechnen und sich die anderen Quartale auf Vorjahresniveau befinden, wird der Rückgang rund 2,5 Prozent betragen.» Wenn der Rückgang in diesen drei Monaten jedoch 20 Prozent betrage, so schrumpfe das Bruttoinlandsprodukt um 5 Prozent.

sr

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Kommentare

  • Zehnder Damian, Zermatt - 38

    Wenn man Pleite ist, geht das min 25 Jahre bis es wieder ein wenig geht.

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